Preisträger Generation Kplus

Der Gläserne Bär für den Besten Film ging an „Sweet Thing“ von Alexandre Rockwell, eine Geschichte aus den USA voll von jugendlicher Hoffnung und Zusammenhalt, die im Kontrast zur unbunten und von häuslicher Gewalt geprägten Realität steht. Zugleich wurde eine Lobende Erwähnung für den australischen Film „H is for Happiness“ von John Sheedy ausgesprochen, in dem die Protagonistin versucht, ihre Familie wieder zusammenzubringen.
Der Hauptpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes, der von den Mitgliedern der Internationalen Jury Generation Kplus vergeben wurde, ging an „Los Lobos“ von Samuel Kishi Leopo aus Mexiko, in dem eine Mutter mit ihren beiden Kindern in die USA kommt und als Immigrantin zu überleben versucht. Eine Lobende Erwähnung zu gleichen Teilen erhielten „Mignonnes“ (Cuties) von Maïmouna Doucouré aus Frankreich und „Mamá, mamá, mamá“ von Sol Berruezo Pichon-Rivière aus Argentinien, da beide Filme sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit dem einen Moment auseinandersetzen, in dem junge Mädchen durch Furcht und das Gefühl von Zugehörigkeit zu sich selbst finden.
Weitere Preisträger siehe:
https://www.berlinale.de

Preisträger Generation 14plus

Der von der FBW-Jugendjury vergebene Gläserne Bär für den Besten Film ging an „Notre-Dame du Nil“ (Our Lady of the Nile) von Atiq Rahimi (Frankreich / Belgien / Ruanda), eine Literaturverfilmung, die in einem katholischen Mädcheninternat zehn Jahre vor dem Genozig in Ruanda spielt. Eine Lobende Erwähnung ging an den Dokumentarfilm „White Riot“ von Rubika Shah (Vereinigtes Königreich), der zurück blendet ins Jahr 1978, als zahlreiche britische Bands gemeinsame Front gegen das Erstarken des Rechtsextremismus in Großbritannien machten, gegen Rassismus und Diskriminierung.
Die Mitglieder der Internationalen Jury 14plus vergaben ihren von der Bundeszentrale für politische Bildung gestifteten Preis an den brasilianischen Film „Meu nome é Bagdá“ (My Name Is Baghdad) von Caru Alves de Souza, der im Skatermilieu der Hauptstadt angesiedelt ist. Eine Lobende Erwähnung ging an den japanischen Film „Kaze no Denwa“ (Voices in the Wind) von Nobuhiro Suwa, ein Roadmovie über Verlust und Tod nach dem Tsunami von Fukushima. Weitere Preisträger siehe:
https://www.berlinale.de
Zum Preisträgerfilm Gläserner Bär siehe auch:
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/filmkritik.html?filmid=126&m=2&y=2020

ECFA Preisträger 2020

Beim Treffen der internationalen Kinderfilmszene im Rahmen der Berlinale wurden auch die Preise des Europäischen Kinderfilmverbands ECFA vergeben. Der Preis für den besten europäischen Kinderfilm ging an den belgischen Film „Binti“ von Frederike Migom. Ihr Film erzählt die Geschichte eines Mädchens aus Zentralafrika, das dafür kämpft, ein normales Leben führen und ihre Träume verwirklichen zu können, obwohl sie über keine Dokumente verfügt, die beweisen, dass sie wirklich existiert.
Der Preis für den besten Kurzfilm ging an „Bloeistraat 11“ von Nienke Deutz´aus Belgien und der Preis für den besten Dokumentarfilm an „How Big is the Galaxy?“ von Kseniya Eliyan aus Russland. Der ECFA-Award ist der einzige europäische Kinderfilmpreis, der von Fachleuten vergeben wird, die etwa 150 Jugendfilmorganisationen aus 41 Ländern repräsentieren.
https://www.ecfaweb.org

Preis der deutschen Filmkritik 2019

Als einziger deutscher Filmpreis, der ausschließlich von Kritikerinnen vergeben wird, zeichnet der Preis der deutschen Filmkritik seit 1956 deutsche Filme aus, die nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen. Über die Preisvergabe entscheiden Jurys aus Mitgliedern des Verbandes der deutschen Filmkritik. Zum Besten Kinderfilm wurde „Fritzi – eine Wendewundergeschichte“ von Ralf Kukula und Matthias Bruhn gekürt, den Preis für den Besten Dokumentarfilm konnte Thomas Heise für „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ entgegennehmen. Katharina Rabels und Rebecca Zehrs „Dead Sea Dying“ wurde mit dem Preis für den Besten Kurzfilm ausgezeichnet und Helena Wittmanns „Ada Kaleh“ als Bester Experimentalfilm. Zum besten Spielfilm des Jahres 2019 kürten die Kritikerinnen „Wintermärchen“ von Jan Bonny und der Ehrenpreis ging an die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch. Weitere Preisträger siehe:
https://www.vdfk.de

Nominierungen EFA Young Audience Award 2020

Unmittelbar vor der Berlinale gab die Europäische Filmakademie EFA die drei nominierten Filme bekannt, die am 26. April gleichzeitig von 12- bis 14-Jährigen in 40 Ländern in ganz Europa und darüber hinaus gezeigt werden, um daraus den EFA Young Audience Award zu ermitteln. Mit dabei ist der deutsche Film „Rocca verändert die Welt“ von Katja Benrath. Bei den anderen beiden Filmen handelt es sich um die italienisch-spanische Produktion „Mio fratello rincorre i dinosauri“ (My Brother Chases Dinosaurs) von Stefano Cipani und den niederländisch-deutschen Film „Mijn bijzonder rare week met Tess“ von Steven Wouterlood, der am 23. April in den deutschen Kinos startet.
Die Nominierungen wurden erneut in zwei Schritten ausgewählt: Ein internationales Komitee, bestehend aus EFA-Vorstandsmitglied Vanessa Henneman (Niederlande) und den Experten Gonalo Galvéo Teles (Regisseur/Portugal), Jacek Rembié (Drehbuchautor/Polen), Joanna Van Der Meer (BFI/UK) und Nora Lakos (Kinderfilmakademie/Ungarn, ECFA-Vertreterin) hat sechs Filme vorab ausgewählt. Eine Jury aus den 13- bis 14-jährigen ehemaligen YAA-Teilnehmenden Edoardo aus Turin (Italien), Luna aus Wien (Österreich), Raluca aus Cluj (Rumänien), Rannveig aus Reykjavik (Island) und Štefan aus Izola (Slowenien) sah sich diese sechs Filme an und wählte die drei Nominierungen aus.
http://yaa.europeanfilmawards.eu

Preisträgerfilme doxs! 2019

Das doxs!-Festival im Rahmen der Duisburger Filmwoche präsentiert bereits seit 18 Jahren Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche und stellt wiederholt unter Beweis, wie wichtig solche Filme für die junge Zielgruppe sind. In diesem Jahr wurden erstmals gleich drei Preise vergeben.
Der diesjährige Gewinner des ECFA Documentary Award ist „Champ“ der niederländischen Regisseurin Cassandra Offenberg. Der vom europäischen Verband für Kinder- und Jugendfilm (ECFA) ausgelobte Filmpreis würdigt den besten europäischen Kinderdokumentarfilm. Der auch ästhetisch überzeugende Film porträtiert die 14-jährige Kickboxerin Esma, die trotz aller Widrigkeiten und Ängste ihren großen Traum verfolgt, Champion zu werden.
Die tschechische Produktion „Spolu sami“ (Zusammen allein) von Diana Cam Van Nguyen ist Gewinnerin der diesja?hrigen GROSSEN KLAPPE. Der europa?ische Filmpreis fu?r den besten politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm wird von der Bundeszentrale fu?r politische Bildung/bpb gestiftet. Der weitgehend animierte/gezeichnete Film verwebt die Erza?hlungen von drei jungen Menschen, die eine ihr nahestehende Person verloren haben. Sie sprechen u?ber die extreme Erfahrung, das Sterben des anderen mitzuerleben, und darüber, was es bedeutet, endgültig voneinander getrennt zu sein.
Die Selbst.Los! Kulturstiftung – Annelie und Wilfried Stascheit vergab zum ersten Mal einen Preis für den besten fremdsprachigen Kinderdokumentarfilm bei doxs!. Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an „Die Götter von Molenbeek – Aatos und die Welt“ (FI/BE/DE 2019), die 25-minütige Kurzfassung eines langen Kino-Dokumentarfilms über drei Kinder aus dem Stadtteil Molenbeek in Brüssel, die sich Gedanken über Gott und die Welt machen und plötzlich mit einem islamistischen Terroranschlag konfrontiert sind.
https://www.do-xs.de

Begleitmaterialien zu „Wenn du König wärst“

Das Kinderkinobüro Berlin zeigt im November/Dezember 2019 im Rahmen der Reihe „Kino ab 10“ den britischen Fantasy-Abenteuerfilm „Wenn du König wärst“ von Joe Cornish. Für diesen Film aus dem Jahr 2019 wurden extra für die Veranstaltungsreihe filmpädagogische Begleitmaterialien entwickelt (Autor: Holger Twele), die als PDF heruntergeladen werden können. Der Film spielt in Großbritannien im 21. Jahrhundert und verbindet die chaotische Gegenwart geschickt mit der König Artus-Sage, die erstmals im 12. Jahrhundert schriftlich fixiert wurde. Damals wie heute rast das Land furchtsam, gespalten und führerlos einer Katastrophe entgegen. Auch der Rest der Welt droht im Chaos zu versinken, doch niemand scheint die Anzeichen ernst zu nehmen. Auch Alex nicht – der zwölfjährige Schüler hat genug eigene Probleme: In der Schule werden er und sein bester Freund Bedders immer wieder schikaniert, und seiner alleinerziehenden Mutter kann sich der schüchterne Außenseiter nicht anvertrauen. Als Lance und Kaye ihn wieder einmal verfolgen, flüchtet Alex auf eine verlassene Baustelle und zieht ein altes Schwert mit einer lateinischen Inschrift aus dem Stein, das sich als das legendäre Schwert Excalibur entpuppt. Damit beginnt eine abenteuerliche Reise, in der Alex und seine „Ritter der Tafelrunde“ förmlich übe sich selbst hinauswachsen müssen, um die Welt vor dem Bösen zu retten.
https://www.kino-ab-10.de/downloads/begleitmaterial/wenn-du-koenig-waerst/Wenn_du_Koenig_waerst_Begleitmaterialien_online.pdf

Hofer Goldpreis für „1986“

Der zum zweiten Mal vergebene Hofer Goldpreis – ein zertifizierten Goldbarren von 1 kg Feingold) der Friedrich-Baur-Stiftung 2019 in memoriam Heinz Badewitz für die beste Regieleistung für einen ersten langen Spielfilm ging an Lothar Herzog für seinen Debütfilm „1986“. Die Bayerische Akademie der Schönen Künste bestimmt einen jährlich wechselnden Mentor aus ihrer Film- und Medienkunst-Abteilung, der den Preisträger auswählt. Nach Edgar Reitz im vergangen Jahr hat der Regisseur, Autor und Drehbuchautor Bernhard Sinkel diese Aufgabe in diesem Jahr übernommen und seine Entscheidung wie folgt begründet:
„Lothar Herzog beschwört in seinem ersten Langfilm ‘1986’ das Lebensgefühl jener jungen und jüngsten Generation, die die Sorge um die Vergiftung ihrer Umwelt Woche um Woche auf die Straße treibt. Er erzählt in Bildern visueller Magie und visionärer Kraft, wie die kontaminierte Zone von Tschernobyl die Liebe der Studentin Elena zu ihrem Freund Viktor – beide studieren in Minsk – zerstört. Um die Kautionssumme für ihren inhaftierten Vater aufzutreiben, beginnt Elena dessen illegale Geschäfte weiterzuführen und mit seinem panzerartigen alten Truck kontaminierte Konterbande aus der verbotenen Zone – eine Welt maskuliner Gewalt und Dominanz – zu schmuggeln. So ganz auf sich allein gestellt erliegt sie zunehmend dem Sog der verwunschenen Landschaft, ihrer überwuchernden Natur, in der Lothar Herzog das Alltägliche, Herrenlose, Kaputte derart eindringlich inszeniert, dass es statt Außenwelt zunehmend Elenas Seelenleben spiegelt, in der das simple wie aufrichtige Gefühl der Liebe zu Viktor sich in zersetzende Eifersucht verwandelt. Aus der gewinnsüchtigen Fahrt in die geschändete Natur wird eine zerstörerische Reise ins Innere der Protagonistin, bis Viktor sie schließlich verlässt und sie sich im unheimlichen Nebel der Zone verliert. Lothar Herzog hat einen bildmächtigen Erstlingsfilm gedreht mit jener großen künstlerischen Eigenwilligkeit, die das Autorenkino so anziehend macht.“
https://hofer-filmtage.com/

Ausschreibung Wettbewerb GOLDENER SPATZ 2020

Das Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz geht im Jahr 2020 vom 24. bis 30. Mai in seine 28. Auflage – ab sofort läuft dafür die Ausschreibung! Bis zum 13. Dezember 2019 können qualitativ hochwertige und innovative deutschsprachige sowie koproduzierte Filme und Beiträge für Kinder bis 12 Jahre eingereicht werden, die für die Ausstrahlung im Kino, Fernsehen und/oder anderen Plattformen vorgesehen sind. Am Wettbewerb teilnehmen dürfen professionell hergestellte Produktionen für Kinder in den folgenden fünf Kategorien, die zwischen Januar 2019 und Mai 2020 fertiggestellt wurden bzw. werden: Kurzfilm (bis 55 Minuten), Langfilm (ab ca. 55 Minuten), Serie/Reihe Animation, Information/Dokumentation/Dokumentarfilm, Unterhaltung (max. 60 Min., Zusammenschnitte zulässig). Anmeldebogen und Reglement siehe unter:
http://www.goldenerspatz.de

Preisträgerfilme SCHLINGEL 2019

Mehr als 230 Filme aus aller Welt waren 2019 im Programm des 24. Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum in Chemnitz zu sehen, 128 konkurrierten in den Wettbewerben um die begehrten Trophäen. Der von einer europäischen Kinderjury vergebene Europäische Kinderfilmpreis ging an den estländischen Film „Zaubereulenwald“ von Anu Aun, in dem ein Mädchen aus der Stadt die Weihnachtsferien notgedrungen bei ihrem bisher unbekannten Großvater verbringen muss und über die Rettung eines vom Kahlschlag bedrohten Waldes den Wert der Familie neu entdeckt. Hauptdarstellerin Paula Rits erhielt zugleich den Preis für den besten Kinderdarsteller. Der Film wurde auch von der FIPRESCI-Jury ausgezeichnet und war damit die erfolgreichste Produktion des Festivals.

Publikumspreis an „Bori“

Der von einer Fachjury vergebene Hauptpreis der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ging an die französisch-belgische Koproduktion „Lügen haben kurze Beine“ von Julien Rappenaau, in dem ein fußballbegeisterter Junge sich durch einen Trick die Aufnahme in einem angesehenen Verein erhofft. Den Preis der Stadt Chemnitz und den Publikumspreis erhielt der südkoreanische Film „Bori“ von Jinyu Kim, der anrührend vor Augen führt, wie einsam sich ein elfjähriges Mädchen (siehe Foto) fühlt, wenn sie in ihrer Familie die einzige ist, die hören kann. Der Sonderpreis des MDR wurde an die französische Produktion „Der Junge und die Wildgänse“ von Nicolas Vanier vergeben, in dem die Grundstruktur von „Amy und die Wildgänse“ nach Frankreich und Norwegen übertragen und variiert wurde. Weitere Preisträger siehe unter:
https://www.ff-schlingel.de