Bundes.Festival.Film. trotz(t) Corona

Trotz anhaltender Corona-Krise wird die 34. Ausgabe des Bundes.Festival.Film. auch in diesem Jahr stattfinden. Vom 12. bis 19. Juni wird das Festivalprogramm ins Netz verlegt. Sofern das akute Infektionsgeschehen es zulässt, soll das Festival mit den beiden Filmwettbewerben „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ mit einer Publikumsveranstaltung in Wuppertal eröffnet werden. Insgesamt waren bis zum Einsendeschluss am 15. Januar 655 Filme von jüngeren und älteren Filmschaffenden und generationenübergreifend arbeitenden Filmteams eingegangen. In einem mehrstufigen Sichtungs- und Auswahlprozess wurden 40 Produktionen für das Festival nominiert, das damit gleichzeitig den Abschluss der beiden Bundeswettbewerbe markiert.
Nach derzeitigen Planungen wird das Festival am 12. Juni mit einem Best of-Programm eröffnet. Vom 13. bis 27. Juni stehen dann alle 40 nominierten Filme als On Demand-Angebot zur Verfügung. Parallel dazu wird es weitere Online-Veranstaltungen für die Filmschaffenden und interessierte Festivalgäste geben. Der Höhepunkt des Festivals wird die Preisverleihung am 19. Juni ab 20.00 Uhr sein.
https://www.bundesfestival.de

„The Crossing“ gewinnt 10. EFA Young Audience Award

Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre geht der Kinderfilmpreis Young Audience Award (YAA) der Europäischen Filmakademie bereits in seine zehnte Runde. Von Russland bis Portugal und von Grönland bis Süditalien: Europaweit sichteten insgesamt 3.600 junge Jurorinnen im Alter von 12 bis 14 Jahren aus 38 Ländern als größte Online-Kinderjury Europas und entschieden, welches der nominierten Werke als bester europäischer Kinderfilm ausgezeichnet wird. Wegen der Corona-Pandemie mussten die ursprünglich geplanten Kinovorführungen in fast allen teilnehmenden Ländern abgesagt werden. Die 12- bis 14-jährigen Jurymitglieder schauten die drei nominierten Filme online auf der YAA-Website, hatten dann die Möglichkeit, mit Unterstützung von Filmpädagoginnen über die Filme zu diskutieren und gaben anschließend ebenfalls online am 25. April 2021 ihre Stimme ab. Die Auszeichnung ging schließlich an den norwegischen Film „The Crossing“ von Johanne Helgeland. Nominiert waren ebenfalls „Pinocchio“ (Italien/Frankreich 2021) von Matteo Garrone und der Animationsfilm „Wolfwalkers“ (Irland/Luxemburg/Frankreich 2021) von Tomm Moore und Ross Stewart.
https://www.europeanfilmawards.eu

Festival GOLDENER SPATZ im Juni online

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird das 29. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz als Online-Ausgabe vom 6. bis 12. Juni über die Bühne gehen. Darüber hinaus sind ergänzende Veranstaltungen vor Ort in den Städten Gera und Erfurt geplant, deren Durchführung allerdings von der pandemischen Entwicklung abhängt. Die Kinderjury wird voraussichtlich vor Ort sein können, um gemeinsam die Wettbewerbsbeiträge zu sichten und auszuzeichnen. Die Eröffnung am 6. Juni sowie die Preisverleihung am 11. Juni sind als Live-Streams geplant.
Im Wettbewerb Kino/TV Langfilm beispielsweise sind nominiert: „Die Hexenprinzessin“ (Regie: Ngo The Chau), „Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing“ (Jens Møller, Toby Genkel), „Into The Beat“ (Stefan Westerwelle), „Max und die Wilde 7“ (Winfried Oelsner), „Mission Ulja Funk“ (Barbara Kronenberg), „Nachtwald“ (André Hörmann), „Ooops!2 – Land in Sicht“ (Toby Genkel, Seán McCormack) und „Peterchens Mondfahrt“ (Ali Samadi Ahadi).
Nach den Erfahrungen mit der Durchführung eines hybriden Festivals aus dem letzten Jahr geht der GOLDENE SPATZ in diesem Jahr im Juni mit einer ganz eigenen Festival-Erlebnis-Welt online. Unter www.goldenerspatz-online.de wird derzeit ein virtueller Raum zum Ausprobieren, Testen, Schauen oder einfach zum Spaß haben kreiert. Dort gibt es zum einen das Wettbewerbsprogramm Kino-TV sowie alle Filme aus der Reihe GOLDENER SPATZ SPEZIAL online zu erleben – mit Moderationen, Filmgesprächen, Interviews, Grußbotschaften und Interaktionsmöglichkeiten. Das Filmprogramm wird vom 6. bis 20. Juni, also eine Woche länger, abrufbar sein. Zum anderen wird erstmals der Wettbewerb DIGITAL zum Thema „Gute Geschichten. Digital erzählt.“ präsentiert. Dieser Wettbewerb wird durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt.
https://www.goldenerspatz.de
https://www.goldenerspatz-online.de

Nominierungen EFA Young Audience Award 2021

Selbst in schwierigen Zeiten, in denen die Kinos in den meisten Ländern geschlossen sind, lädt der EFA Young Audience Award 12- bis 14-Jährige in ganz Europa ein, der internationalen Jury beizutreten, sich drei nominierte Filme anzuschauen und den Gewinner des Young Audience Awards 2021 zu wählen. Nominiert wurden „Pinocchio“ (Regie: Matteo Garrone, Italien/Frankreich), „The Crossing/ Flukten over grensen“ (Johanne Helgeland, Norwegen) und „Wolfwalkers“ (Tomm Moore & Ross Stewart, Irland/Luxemburg).
Die Nominierungen wurden erneut in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt: Ein internationales Komitee beriet über eine Vorauswahl von acht Filmen. Eine Jury von 13- bis 14-Jährigen ehemaligen YAA Teilnehmenden mit Matteo (Italien), Marta (Kroatien), Anissa (Großbritannien), Zofia (Polen) und Vasileios (Griechenland) schauten diese acht Filme und bestimmten die drei Nominierungen. Diese drei Filme werden den Jurys von 12- bis 14-Jährigen in 38 Ländern in und außerhalb Europas gezeigt. In all diesen Ländern bietet der EFA Young Audience Award den jungen Teilnehmenden die Möglichkeit, hochwertige europäische Filme zu entdecken – in Kinos, wo möglich, online, wo nicht. Unter der Leitung erfahrener Filmpädagoginnen und Filmpädagogen können sie diskutieren, ihre Meinungen austauschen und sich mit Gleichaltrigen in ganz Europa vernetzen: Europa nicht nur als Theorie sondern als Erlebnis! Die live gestreamte Preisverleihung am 25. April wird erneut moderiert von dem ehemaligen YAA-Jurymitglied Ivana Noa (Belgien).
https://yaa.europeanfilmawards.eu

Preise der Internationalen Jury von Generation

Aus einer Auswahl von insgesamt 15 Langfilmen und pandemiebedingt mit einer Jury für beide Wettbewerbe, haben die Mitglieder der Internationalen Jury von Generation – die Schauspielerin Jella Haase (Deutschland), der Regisseur Mees Peijnenburg (Niederlande) und die Regisseurin/Autorin Melanie Waelde (Deutschland) – folgende Gewinner verkündet:
Der Große Preis der Internationalen Jury für den Besten Film im Wettbewerb Generation Kplus, gestiftet vom Deutschen Kinderhilfswerk, ging an den chinesischen Film „Han Nan Xia Ri“ (Sommerflirren) von Han Shuai. Die Hitze des Sommers wird für die 13-jährige Guo aus Wuhan, die bei Onkel und Tante aufwächst zum Synonym für ihre albtraumhafte innere Gefühlslage nach einem Badeunfall, an dem sie sich mitschuldig fühlt. Eine Lobende Erwähnung erhielt „Una escuela en Cerro Hueso“ (Eine Schule in Cerro Hueso) von Betania Cappato. Der argentinische Film begleitet in magisch-poetischen Bildern die Einschulung eines autistischen weißen Mädchens in eine Grundschule für Latinos, in der sie die Welt mit ganz neuen Augen für sich entdeckt und erfährt, was Gemeinschaft und Solidarität bedeuten kann.
Der Große Preis der Internationalen Jury für den Besten Film im Wettbewerb Generation 14plus, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung, ging an „La Mif“ (The Fam) von Fred Baillif aus der Schweiz, das packende und dicht inszenierte Spielfilm-Porträt von neun minderjährigen Frauen aus problematischen familiären Verhältnissen in einem Heim. Eine Lobende Erwähnung erhielt der US-amerikanische Animationsfilm „Cryptozoo“ von Dash Shaw über eine dystopische Welt, in der das Andersartige überwacht und eingesperrt wird.
Die Gläsernen Bären der offiziellen Berlinale Generation-Kinderjury und der Jugendjury werden dann im Juni im Rahmen des Berlinale Summer Special vergeben, ebenso wie der Preis der
unabhängigen Jury AG Kino Gilde 14plus im Wettbewerb Generation 14plus.
https://www.berlinale.de

Preis der deutschen Filmkritik 2020

Die Preise der deutschen Filmkritik 2020 stehen fest. Der Verband der deutschen Filmkritik zeichnet „Giraffe“ von Anna Sofie Hartmann als besten Spielfilm des Jahres aus. Der Debütfilm der aus Dänemark stammenden, in Berlin lebenden Regisseurin spielt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und beschäftigt sich mit Fragen der Migration, der Herkunft und des Zusammenwachsens Europas. Mit dem Preis für das beste Spielfilmdebüt wird Melanie Waelde für „Nackte Tiere“ ausgezeichnet. Bester Dokumentarfilm ist „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina, bester Kinderfilm „Zu weit weg“ von Sarah Winkenstette. Von den sechs Preisen, die an Filme vergeben werden, gehen fünf an Regisseurinnen.
Mit dem Ehrenpreis zeichnet der Verband der deutschen Filmkritik 2020 Tamara Trampe aus. Mit ihren vier Dokumentarfilmen hat Tamara Trampe – zusammen mit ihrem Regiepartner und Kameramann Johann Feindt – ein Werk geschaffen, das in seiner moralischen Komplexität, seiner Schonungslosigkeit, aber auch Empathie gegenüber seinen Protagonisten einzigartig ist. Weitere Preisträger siehe Website des Verbands.
https://www.vdfk.de

Junge Filmfans für die LUCAS-Jurys 2021 gesucht!

Kinder und Jugendliche von zehn bis 18 Jahren können sich bis zum 28. März als Jurorinnen für LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans bewerben. Vom 30. September bis 7. Oktober 2021 zeigt LUCAS zum 44. Mal preiswürdiges Filmschaffen aus aller Welt für junges Publikum und ruft erneut auf zum „Mitmischen!“. Gesucht werden Kinder und Jugendliche, die Lust haben, zusammen mit Branchenprofis über die Gewinnerfilme des Jahres zu entscheiden. Für die Dauer der Festivalwoche werden die ausgewählten Teilnehmerinnen von der Schulpflicht befreit. Klingt gut? Dann nichts wie los: Wer zwischen zehn und 18 Jahre alt ist und Filme liebt, kann sich bis zum 28. März 2021 für eine der beiden Jurys in den Altersgruppen 8+ und 13+ der 44. Ausgabe von LUCAS, Deutschlands ältestem Filmfestival für junges Publikum, bewerben.
Dafür einfach den Jurybewerbungsbogen unter lucas-filmfestival.de/juryaufruf herunterladen, ausfüllen und dazu eine kurze Filmkritik zu einem Film nach Wahl schreiben.
Achtung: Verlängerungsfrist bis 16. April!
https://www.lucas-filmfestival.de

Preisträger Max Ophüls Preis 2021

Als großer Gewinner des diesjährigen Spielfilmwettbewerbs entpuppte sich der Film „Borga“ (Ghana, Deutschland 2021) von York-Fabian Raabe. Er erhielt den Preis für den Besten Spielfilm, den Preis der Ökumenischen Jury, den Publikumspreis und den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film. Konsequent aus schwarzer Perspektive erzählt der Film die Geschichte des jungen Kojo (Eugène Boateng), der den Sprung von den Elektroschrott-Müllhalden von Ghana nach Mannheim schafft, um dort als sogenannter Borga zu Wohlstand zu kommen und in seine Heimat zurückzukehren und am Ende feststellen muss, wie hoch der Preis für die Erfüllung seiner Träume war.
Der Preis der Jugendjury und der Preis für die Beste Regie gingen an Arman T. Riahi für seinen Film „Fuchs im Bau“ (Österreich 2020). In diesem vielschichtigen Film bewirbt sich ein traumatisierter Lehrer für eine Stelle als Lehrer in einem Jugendgefängnis, gerät in Konfrontation mit der bisherigen Lehrerin und lernt am Ende, sich ganz auf die Jugendlichen einzulassen und ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.
Der Max Ophüls Preis für den Besten Film aus dem Wettbewerb Mittellanger Film (zwischen ca. 25 und ca. 65 Minuten) und der Publikumspreis gingen an den Film „Tala‘Vision“ (Deutschland, Jordanien 2020) von Murad Abu Eisheh. Ganz aus den Augen der achtjährigen Tala erzählt, erlebt das Publikum hautnah und in mitunter sogar poetischen Einstellungen mit, was es für ein Kind bedeutet, im vom IS umkämpften Syrien in der Wohnung eingesperrt und von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. In filmischer Hinsicht gehört dieses 28 Minuten lange Werk zu den großen Entdeckungen des Jahrgangs 2021. Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
https://ffmop.de/

Filme auf großer Bühne – Einreichfrist endet

Noch bis zum 15. Januar 2021 können Filmemacher*innen am Deutschen Jugendfilmpreis und Deutschen Generationenfilmpreis teilnehmen. Jedes Thema und Genre ist dabei willkommen: Vom Spielfilm bis zur Dokumentation, vom Musikvideo bis zu filmischen Game-Adaptionen oder Handy-Movies. Neben der Einladung zum Bundes.Festival.Film. in Wuppertal im Juni winken Geldpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro.
Als Plattform für junge Kreative bis 25 Jahre bildet der Deutsche Jugendfilmpreis ein breites inhaltliches Spektrum ab und präsentiert aktuelle Trends und Sichtweisen. Diesjähriges Jahresthema ist „Schwarz, weiß, bunt“. Der Deutsche Generationenfilmpreis bietet die Gelegenheit, das darzustellen und zu hinterfragen, was die Menschen unterschiedlichen Alters verbindet – oder auch trennt. „Über Arbeit“ lautet das Thema in diesem Jahr. Beide Wettbewerbe sind zudem offen für eigene inhaltliche Ideen. Eine Bühne finden die vielen Geschichten und Produktionen beim Bundes.Festival.Film., das im Juni in Wuppertal stattfinden wird. Dort stehen die Filmschaffenden und ihre Arbeiten im Mittelpunkt und stellen sich dem Feedback des Publikums.
Ob das Festival als Publikumsveranstaltung stattfinden kann, steht noch nicht endgültig fest. „Es ist natürlich ein ganz anderes Erlebnis, den eigenen Film auf großer Leinwand zu sehen“, sagt Festival-Leiter Thomas Hartmann vom KJF. „Doch es hat ebenfalls seinen Reiz, die Filme zusätzlich online zu zeigen. So erreichen die Produktionen aus den Wettbewerben noch mehr Menschen. Darum planen wir in jedem Fall auch mit einem Online-Programm.“ Egal in welcher Form: Alle nominierten Filme haben die Chance, mit Geldpreisen im Gesamtwert von 20.000 Euro ausgezeichnet zu werden.
www.deutscher-jugendfilmpreis.de
www.deutscher-generationenfilmpreis.de

„Rafaël“ von Ben Sombogaart beim EZEF

In seinem vom Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) herausgegebenen Spielfilm (Arbeitshilfe von Holger Twele) erzählt Ben Sombogaart die dramatische Liebesgeschichte der jungen Holländerin Kimmy und des Tunesiers Nazir vor den Wirren des Arabischen Frühlings. Als sie schwanger wird und die Unruhen auszuufern beginnen, entscheiden sie sich, nach Holland zu gehen. Doch wird die Heiratsurkunde nicht anerkannt, so dass Kimmy vorerst alleine zurückkehrt, um von Holland aus die Formalitäten zu regeln. Ab diesem Moment beginnt ein rasanter Wechsel zwischen Kimmys Kampf mit der holländischen Bürokratie und der Fahrt, die Nazir zusammen mit seinem Freund Rafaël auf einem illegalen Flüchtlingsboot nach Italien antritt. Kimmy, aus deren Sicht die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, erzählt wird, muss schmerzhaft erfahren, dass ihr persönliches Glück gegenüber internationaler Flüchtlingspolitik nichts zählt. Schließlich macht sie sich selbst auf den Weg nach Lampedusa, um Nazir zu finden. Als Kimmy am Ende des Films aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zitiert, hat sie die schmerzvolle Entwicklung von der verliebten jungen Frau zu einer politisch denkenden Erwachsenen vollzogen. Durch die persönliche Geschichte bieten sich gerade für junge Menschen vielfältige Bezüge zur Identifikation und Auseinandersetzung mit persönlichen Wünschen und gesellschaftlicher Verantwortung an. „Rafaël“ wurde von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes in der Produktion gefördert.
http://www.ezef.de