doxs!-Festival – Preisträger 2020

Die 19. Ausgabe des im Rahmen der Duisburger Filmwoche abgehaltenen Festivals mit Dokumentarfilmen für Kinder und Jugendliche vergab auch in diesem Jahr wieder zwei Preise. Der von der Bundeszentrale für politische Bildung gestiftete Preis Die GROSSE KLAPPE, die ihr zehnjähriges Jubiläum feierte, ging an Lanre Malaolu für seinen Film „The Circle“ (UK 2019). Eine lobende Erwähnung sprach die 13-köpfige Jugendjury für die tschechische Produktion M E Z E R Y / Spaces (CZ 2020) von Nora Štrbová aus. Der ECFA DOC AWARD wurde in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Er ging an Samuel N. Schwarz für seinen Film „Wellen aus Licht“ (DE 2020). Ausführliche Begründungen der beiden Jurys sind der Website des Festivals zu entnehmen.
https://www.do-xs.de

Siehe hierzu auch:
https://tvdiskurs.de/beitrag/hinter-dem-horizont-und-weiter/

Auszeichnungen Hofer Filmtage

Vom 20. bis 25.10.2020 feierten bei den 54. Internationalen Hofer Filmtagen 72 Langfilme und 54 Kurzfilme, wie in den Jahren zuvor, ihre Premiere in den Kinos in Hof und auch als Live-Stream. Ab der Premiere im Kino konnten erstmalig in der deutschen Festivallandschaft alle Filme deutschlandweit online geschaut werden. Zu den vielen Filmen gab es Extras wie ein kurzes Intro sowie Q&A der Regie. Insgesamt wurden über 17.000 Filmabrufe getätigt. Diese Zahl zeigt deutlich, dass eine Filmauswertung als Präsenzvorführung und digital sich ergänzt und nicht kannibalisiert.
Wie in den Vorjahren gab es auch 2020 gab es auch 2020 mehrere Filmpreise und Auszeichnungen. Der Filmpreis der Stadt Hof 2020 ging an den deutschen Regisseur, Autor, Schauspieler und Produzenten Axel Ranisch, der mit seinem Spielfilm „Dicke Mädchen“ 2011 in Hof den großen Durchbruch feierte. Der Förderpreis Neues Deutsches Kino – Bester Film wurde an „Rivale“ von Marcus Lenz vergeben, Sevgi Hirschhäuser erhielt mit „Toprak“ den Hofer Goldpreis – Beste Regie und Agnes Lisa Wegner mit „König Bansah und seine Tochter“ den GRANIT – Hofer Dokumentarfilmpreis.
https://hofer-filmtage.com/

Ausschreibung Deutscher Generationenfilmpreis 2021

Ob „Nine-to-five“, Homeoffice oder Ehrenamt: Arbeit hat viele Gesichter. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie verdeutlicht die Herausforderungen, die Arbeitswelten neu zu betrachten. Ist Arbeit Leidenschaft oder nur ein zwingendes Muss? Welche Arbeit erhält welche Wertschätzung? Der Deutsche Generationenfilmpreis bietet mit dem Jahresthema „Über Arbeit“ die Möglichkeit, die eigene Sicht auf dieses gesellschaftlich so wichtige Thema zu zeigen und kritische Fragen zu stellen. Der Fantasie und Art der künstlerischen Umsetzung sind keine Grenzen gesetzt: Reportagen, Spielfilme, oder auch experimentelle Videoclips sind willkommen. In einer zweiten Wettbewerbskategorie können auch Filme zu eigenen Themen eingereicht werden. Denn der Bundeswettbewerb richtet sich insbesondere an die Kreativen der „Generation 50plus“, aber auch an Jugendliche, Studierende und Mehr-Generationen-Teams. Auf die besten Beiträge warten Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro. Der Wettbewerb wird seit 1998 vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum veranstaltet und vom Bundesjugendministerium gefördert. Die besten Filme werden zusammen mit den Highlights des Deutschen Jugendfilmpreises auf dem „Bundes.Festival.Film.“ präsentiert. Einsendeschluss ist am 15. Januar 2021.
https://www.deutscher-generationenfilmpreis.de/home.html

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis – Preisträger 2020

Alle zwei Jahre werden in Nürnberg Filmproduktionen ausgezeichnet, die sich um die Wahrung der Menschenrechte verdient gemacht haben. Drei Fachjurys haben aus 365 Einsendungen die Preisträger*innen in fünf Kategorien ermittelt. Der Preis in der Kategorie Langfilm geht an „Für Sama“, das Erstlingswerk der syrischen Filmemacherin Waad al-Kateab, das in Kooperation mit dem englischen Dokumentarfilmer Edward Watts entstand. „Für Sama“ ist ein Brief in Filmform an die kleine Tochter al-Kateabs. Die junge Frau dokumentierte mit Videokamera, Handy und Drohne einerseits Schwangerschaft, Geburt und Familienleben, andererseits dauernde Luftangriffe, Explosionen und die Zerstörung ihrer Heimatstadt Aleppo. Sie floh mit ihrer Familie schließlich in die Türkei.
Der Dokumentarfilm „Ab 18! – Die Tochter von …“ von Joakim Demmer und Verena Kuri in Zusammenarbeit mit Chiara Minchio erhält den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2020 in der Kategorie Kurzfilm. Als Micaela Verón ganz klein war, wurde ihre Mutter entführt und tauchte nie mehr auf. Dieser Einschnitt hat Kindheit und Jugend der Argentinierin geprägt. Doch die junge Frau will nicht mehr nur „die Tochter von“ sein. Der Film zeigt, wie sie sich nach und nach ihre Stimme nimmt, um erstmals ihre eigene Erzählung zu formulieren.
Erstmals in der Geschichte des Menschenrechts-Filmpreises wird eine Produktion mit zwei Preisen ausgezeichnet. Anhand einer fiktiven Geschichte erzählt „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch in 30 Minuten, was es bedeutet, deutsch und jüdisch zu sein. Die spritzige und immer wieder überraschende Produktion überzeugte unabhängig voneinander die Fachjurys der Kategorien Hochschule und Bildung.
In der Kategorie Non Professional wurde der Kurz-Dokumentarfilm „Just. Another. Month.“ von Charlotte Weinreich und Rosa-Lena Lange ausgezeichnet. Er begleitet zwei namibische Aktivistinnen, die sich gegen die Periodenarmut in ihrem Land einsetzen und für die Gleichberechtigung der Frauen vor Ort kämpfen. Der Film zeigt eindrücklich, wie viele Schwierigkeiten Menstruierende in Bezug auf menstruale Gesundheit haben und welche sozialen Auswirkungen die Tabuisierung des weiblichen Körpers und der Periode mit sich ziehen.
https://www.menschenrechts-filmpreis.de

25 Jahre Schlingel – Preisträger 2020

Bis auf die Preisverleihung, die coronabedingt nur noch online stattfinden konnte, hatte die Jubiläumsausgabe des 25. Internationalen Festivals für Kinder und junges Publikum in Chemnitz Glück. Die meisten Veranstaltungen in fünf verschiedenen Spielstätten fanden vor Publikum statt, so dass das Festival am Ende trotz zahlreicher Einschränkungen insgesamt 13.000 Besucher*innen verkünden konnte. Hier eine kleine! Auswahl der Preisträger des Jahres 2020:
Die Europäische Kinderjury vergab ihren Preis an den polnischen Kinderkrimi „Ärger hoch drei/ Triple Trouble“ von Marta Karwowska. Die (deutsche) Kinderjury entschied sich stattdessen für die niederländische Produktion „Die Piraten von nebenan“ von Pim van Hoeve. Die Juniorjury wählte den fantastischen polnischen Film „Die Schwarze Mühle/ The Black Mill“ von Mariusz Palej zu ihrem Favoriten, die Jugendjury „Das Versprechen von Pisa“ des Niederländers Norbert ter Hall.
Der Hauptpreis der Fachjury International ging an das australische Roadmovie „Moon Rock for Monday“, das auch von der FIPRESCI-Jury ausgezeichnet wurde. Und den Sonderpreis des MDR erhielt der norwegische Kinderfilm „Sisters – Der Sommer in dem wir allein waren“ von Silje Salomonsen und Arild Østin Ommundsen. Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
https://www.ff-schlingel.de

Siehe hierzu auch:
https://www.artechock.de/film/text/artikel/2020/10_29_schlingel25_strobel_twele.html
https://fipresci.org/report/business-as-usual-not-at-all/
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/festivals/erwartungen-erf%C3%BCllen-erz%C3%A4hlformen-variieren.html

Lucas – Preisträger 2020

Das 43. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans in Frankfurt am Main fand vom 24. September bis 1. Oktober 2020 im Kino und Online statt.
Den Preis für den besten Langfilm in der Sektion 8+ erhielt der Animationsfilm „L‘extraordinaire Voyage de Marona“ (Maronas fantastische Reise, RO/FR/BE 2019, R: Anca Damian), der auch den Preis der ECFA-Jury bekam. In der Sektin 13+ machte „Days of the Bagnold Summer“ (GB 2020. R: Simon Bird) das Rennen, während „Notre Dame du Nil“ (Our Lady of the Nile, FR/BE/RW 2019. R: Atiq Rahimi) einen Preis für eine außergewöhnliche cineastische Leistung erhielt. In der Sektion 16+ | Youngsters gewann „Êxtase“ (Ecstasy, BR/US 2020. R: Moara Passoni) und der Publikumspreis ging an „Antigone“ (CA 2019. R: Sophie Deraspe). Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
https://lucas-filmfestival.de/

Siehe hierzu auch:
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/festivals/k%C3%B6rper-mit-geist-und-seele.html
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/filmkritik.html?filmid=170&a=f

Goldener Spatz – Preisträger 2020

Das renommierte 28. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz hatte es in seinem 41. Jahr nicht leicht. So war die Freude groß, dass das Festival ab dem 20. September tatsächlich physisch stattfinden und unter den gegebenen Bedingungen Filmkultur in den Kinos für das junge Publikum erlebbar machen konnte. Zusätzlich wurde erstmals auch ein Online-Programm einem deutschlandweiten Publikum präsentiert.
Ausgezeichnet mit einem Goldenen Spatz wurden im Wettbewerb Langfilm „Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee“ (Deutschland 2019, Regie: Christian Theede, Buch: Dirk Ahner), der im Februar 2021 in den Kinos starten soll, und im Wettbewerb Kurzfilm „Tobi und der Turbobus“ (Deutschland 2019, Buch & Regie: Verena Fels, Co-Regie: Marc Angele). Den Wettbewerb Digital zum Thema „Gute Geschichten“ gewann „Ratzfatz durch die Mauer“ (Anbieter: Scala Z Media GmbH). Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
Und da nach dem Festival auch vor dem nächsten Festival (6. bis 12. Juni 2021) ist: Bis 15. Dezember 2020 können deutschsprachige Produktionen sowie Koproduktionen eingereicht werden, die für die Ausstrahlung im Kino, Fernsehen und/oder anderen Plattformen vorgesehen sind und sich an ein Kinderpublikum (bis ca. 12 Jahre) richten,
https://www.goldenerspatz.de

Leidenschaft, Systemrelevanz, Burn-Out?

Der Deutsche Generationenfilmpreis sucht ungewöhnliche Geschichten „Über Arbeit“. Neben diesem Jahresthema sind Filme zu eigenen Themen gefragt. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro. Der Einsendeschluss ist am 15. Januar 2021. Der Bundeswettbewerb richtet sich insbesondere an die Kreativen der „Generation 50plus“, aber auch an Jugendliche, Studierende und Mehr-Generationen-Teams.
Ob „Nine-to-five“, Homeoffice oder Ehrenamt: Arbeit hat viele Gesichter. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie verdeutlicht die Herausforderungen, die Arbeitswelten neu zu betrachten. Ist Arbeit Leidenschaft oder nur ein zwingendes Muss? Welche Arbeit erhält welche Wertschätzung? Der Deutsche Generationenfilmpreis bietet mit dem Jahresthema „Über Arbeit“ die Möglichkeit, die eigene Sicht auf dieses gesellschaftlich so wichtige Thema zu zeigen und kritische Fragen zu stellen. Der Fantasie und Art der künstlerischen Umsetzung sind keine Grenzen gesetzt: Reportagen, Spielfilme, oder auch experimentelle Videoclips sind willkommen. In einer zweiten Wettbewerbskategorie können auch Filme zu eigenen Themen eingereicht werden.
Der Wettbewerb wird seit 1998 vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum veranstaltet und vom Bundesjugendministerium gefördert. „Der Generationenfilmpreis ist ein in Deutschland einzigartiges Forum. Er ist Beispiel für eine Kulturarbeit, die persönliche Sichtweisen auch zu politischen Themen über Altersgrenzen hinweg zur Diskussion stellt“, so Wettbewerbsleiter Jan Schmolling. Die besten Filme werden zusammen mit den Highlights des Deutschen Jugendfilmpreises auf dem „Bundes.Festival.Film.“ präsentiert.
https://www.deutscher-generationenfilmpreis.de

LUCAS-Filmfestival goes hybrid

Erstmals wird das Filmprogramm von LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans vom 24. September bis 1. Oktober bundesweit online zur Verfügung stehen. 40 aktuelle Filme – unterhaltend, relevant und herausfordernd – für junges Publikum von 7 Jahre bis 18plus stehen in den Wettbewerben der Alterskategorien 8+, 13+ und 16+ | Youngsters zur Auswahl: Der Wettbewerb 8+ zeigt 7 Langfilme und 3 Kurzfilmprogramme: Abenteuer, wahre und fantastische Geschichten aus der ganzen Welt: Die Spielfilme, Animationen und ein Dokumentarfilm machen in jedem Alter Spaß und laden zum Entdecken und Nachdenken ein. – Ums Erwachsenwerden mit all seinen Widersprüchen geht’s in den 8 Lang- und 12 Kurzfilmen des Wettbewerbs 13+: Starke Dokumentar- und Spielfilme aus der Sicht von Teenagern und Jugendlichen, die ihren Weg finden. – Online zur Verfügung stehen auch zwei preisverdächtige Filme aus dem Wettbewerb 16+ | Youngsters: die vielfach ausgezeichnete moderne Mythen-Adaption „Antigone“ und die experimentelle Doku-Fiktion „Ecstasy“ Beide Werke begleiten junge Menschen bei Grenzerfahrungen in einer komplexen und unperfekten Welt.
Filmgespräche und Workshops mit internationalen Filmschaffenden ermöglichen zusätzlich die intensive Auseinandersetzung mit dem Gesehenen. Zur Vor- und Nachbereitung stellt LUCAS für die Filme der Wettbewerbe 8+ und 13+ pädagogisches Begleitmaterial zur Verfügung.
https://www.lucas-filmfestival.de

Nominierungen für den Kindertiger

FBW-Jugend Filmjurys aus Berlin und Erfurt nominierten mit „Cleo“ (Stefanie Ren, Erik Schmitt), „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ (Beate Völcker, Péter Palátsik) und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (Caroline Link, Anna Brüggemann) aus 16 Drehbüchern die drei Finalisten für die Vergabe des Kindertigers, der im Rahmen des Jahreskongresses von Vision Kino am 25. November 2020 in Erfurt von der KiKA-Kinderjury vergeben wird.
Begründet wurden die Nominierungen u. a. folgendermaßen: „Cleo“ erzählt spannend und mit vielen experimentellen filmischen Mitteln eine Reise quer durch die Geschichte Berlins. Wir haben uns dafür entschieden, „Cleo“ als Drehbuch für Kinder anzuerkennen, da es, obwohl wir eine Erwachsene als Hauptperson verfolgen, kindliche Träume, Wünsche und Eigenschaften mit in die Geschichte einfließen lässt. – Bei „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ werden auch die erwachsenen Probleme der Eltern thematisiert, wodurch mehrere Seiten der Flucht gezeigt werden. Sehr schön fanden wir auch, dass das Drehbuch offen endet und uns nicht mit einem klassischen Kinderfilm-Happy End, sondern mit einem Gefühl der unsicheren, aber auch starken Hoffnung entlässt. – Und bei „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ beantwortet das Drehbuch kindgerecht und nachvollziehbar fast alle Fragen interessierter junger Leser*innen, die sich die Frage stellen, wie es wohl damals war in der ehemaligen DDR.
Die Nominierung ist mit 5.000 Euro dotiert, die Autorin bzw. der Autor des besten Drehbuchs erhält zusätzlich 15.000 Euro für die Entwicklung eines neuen Kinder- oder Jugendfilm-Drehbuchs. Der Preis wird seit 2008 von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz und KiKA, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, vergeben. Das Preisgeld stiftet die Filmförderungsanstalt FFA. Die Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Vision Kino ist laut Bettina Buchler, der Direktorin der FBW, der beste Beweis für dieses Leuchtturmprojekt, welches 2014 mit vielen Partnern ins Leben gerufen worden ist, um Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz zu stärken, sie in ihrer Wahrnehmung medialer Inszenierungen zu sensibilisieren und sie so für eine im besten Sinne kritische Auseinandersetzung mit filmischen Darstellungsformen zu interessieren.
https://www.fbw-filmbewertung.com