Filmpreis „Große Klappe“ 2015

Der Dokumentarfilm „Mama arbeitet im Westen“ der norwegischen Regisseurin Åse Svenheim Drivenes über die Auswirkungen moderner Arbeitsmigration auf familiäre Beziehungen gewann auf dem 14. doxs!-Festival den von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gestifteten Filmpreis für politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm, die „Große Klappe“. „Mama arbeitet im Westen. Eine Kindheit in Polen“ erzählt von zwei Jungen, die Zuhause zurückbleiben, während ihre Eltern in Schottland und Österreich den Lebensunterhalt verdienen. Im Mittelpunkt des Films steht der zwölfjährige Kuba, der versucht, die erzieherische Verantwortung für seinen kleineren Bruder zu übernehmen. Die Jugendjury zeigte sich von eindringlichen Atmosphäre und Bildsprache des Films besonders beeindruckt: „Wir prämieren einen Film, dem es gelingt, die Geschichte einer durch die Abwesenheit der Eltern geprägten Kindheit mit sehr klaren und gleichzeitig unaufdringlichen Bildern zu erzählen. Dabei zeichnet er ein höchst persönliches, zutiefst emotionales und umfassendes Portrait des Protagonisten und bringt dem Zuschauer eine noch weitgehend unbekannte Thematik auf sehr bewegende Weise nah“.
Mit einer lobenden Erwähnung hob die Jury zudem den österreichischen Festivalbeitrag „Gleichgewicht“ von Bernhard Wenger hervor, der mit „außergewöhnlichen Bildern und ohne den Zuschauer emotional zu manipulieren, die schwierige Lebensgeschichte einer jungen Frau erzählt“.
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