Preisträger Schlingel 2012

Filme aus den Benelux-Ländern waren die großen Gewinner beim 17. Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum in Chemnitz. Zu sehen waren 103 Produktionen aus 36 Ländern, wobei insgesamt zehn Jurys ihre Preise in den verschiedenen Sektionen des Festivals vergaben. Im Kinderfilmwettbewerb entschied sich die 18-köpfige Europäische Kinderjury aus neun europäischen Staaten für den niederländischen Film „Alfie, der kleine Werwolf“ von Joram Lürsen. Der Film, in dem ein siebenjähriger Junge zu seinem Entsetzen erfährt, dass er ein Werwolf ist, hat den Kindern laut Begründung der Jury äußert unterhaltsam vermittelt, „dass es nicht nur darauf ankommt, wie man aussieht“, sondern so wie man ist, akzeptiert und geliebt wird. Die dreiköpfige Fachjury entschied sich dagegen für die Benelux-Produktion „In die Spur, Eddy“ von Gert Embrechts, der anhand eines radsportbegeisterten Jungen mit körperlichen Schwächen ein sehr ähnliches Thema aufgreift und es konkret in den 1970er-Jahren verortet.
Im Juniorfilmwettbewerb entschieden sich Fachjury und Juniorjury gleichermaßen für „Sternennacht“ aus Taiwan von dem jungen Regisseur Tom Shu-Yu Lin, ein sehr poetischer Film über den Abschied von einem geliebten Menschen und die Trennung der Eltern aus der Perspektive einer 13-Jährigen. Im Jugendfilmwettbewerb siegte mit „Rasend“ von Dave Schram dann wieder ein Film aus den Niderlanden. Hier geht es um die Tabuthemen Gewalt in der Familie und um sexuelle Belästigung in der Schule. Weitere Preisträger und die Jurybegründungen siehe unter:
http://www.ff-schlingel.de

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