„Afrika_Digital.2 – Start-ups und Künstler-Träume“

Das EZEF hat zu diesem Thema eine neue DVD herausgegeben, die dort bestellt und schon bald bei den landeskirchlichen Evangelischen Medienzentralen ausgeliehen werden kann. Wie gewohnt findet sich für alle Filme ausführliche Arbeitshilfen auf der ROM-Ebene.
In der gegenwärtigen Corona-Krise wird die Digitalisierung für alle Lebensbereiche geradezu gefeiert. Die kritische Sicht und Diskussion um „Datenökonomie“ oder „Manipulations-Kapitalismus“ ist deshalb etwas in den Hintergrund gerückt. Doch dies wird sich auch schnell wieder ändern. Im Weltmaßstab haben sich der Zugang und die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien insgesamt – nicht nur der sozialen Medien – in geradezu rasantem Tempo verbessert und beschleunigt. Für Entwicklungs- oder Schwellenländer schien es lange Zeit unmöglich, den bildlich als Graben beschriebenen ‚Digital Divide‘ zu überspringen. Es galt: Je ärmer ein Land, desto schlechter der Zugang zu diesen Technologien. Dass sich dies nicht nur im Blick auf China, sondern auch für Afrika stark verändert hat, beleuchten die vier sehr unterschiedlichen Filme dieser Themen-DVD.
Die beiden experimentellen Kurzfilme, „Algo-Rhythm“ von Manu Luksch, und „Zombies“ von Baloji, wurden 2019 bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen uraufgeführt und beide dort prämiert. Die Reportage „Digital Africa“ von Elke Sasse und Bettina Haasen bietet einen Überblick über eine hierzulande kaum bekannte Start-up-Szene in Kenia, Ruanda und Ghana. Und „Chinafrika.mobile – Mobiltelefone auf dem Weg durch drei Kontinente“ von Daniel Kötter folgt dem Lebenszyklus eines Mobiltelefons von der Rohstoffgewinnung im Kongo, über dessen Fertigung in China, bis zur Entsorgung bzw. Wiederverwertung in Nigeria (Arbeitsmaterialien zu diesem Film von Holger Twele).
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