Preise beim Bundes.Festival.Film. 2021

Beim 34. Bundes.Festival.Film., das bereits zum zweiten Mal als Online-Festival in Wuppertal stattfand, wurden insgesamt 29 Preise vergeben (10 Hauptpreise, 18 Auszeichnungen und 1 Publikumspreis). Die Preise sind mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Preisstifter sind das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (20.000 Euro) und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen (1.000 Euro).
Die Verleihung der Preise und Auszeichnungen ist der finale Höhepunkt der beiden bundesweiten Filmwettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis – pandemiebedingt wurde die Preisverleihung als Live-Stream aus dem Studio des Medienprojekts Wuppertal übertragen. Das Medienprojekt Wuppertal war in den beiden letzten zwei Jahren lokaler Veranstaltungspartner des Festivals.
„Der Film lebt“, diese Botschaft geht vom diesjährigen Bundes.Festival.Film. deutlicher als jemals zuvor aus. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), hob in ihrer Videobotschaft diese Erkenntnis hervor. Während der langen Zeit der Pandemie und der geltenden Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben hat sich gezeigt, dass (Jugend-)Kultur eine unverzichtbare Form der Kommunikation und Interaktion von Heranwachsenden innerhalb ihrer Lebenswirklichkeit ist. Das Bundes.Festival.Film. liefert dazu die passende Präsentationsplattform, auf der in diesem Jahr junge und älteren Filmemacherinnen von 4 bis 95 Jahren ihre filmischen Werke zeigen konnten. Festivalleiter Thomas Hartmann: „Auch wenn persönliche Begegnungen und Gespräche bei einem Online-Format naturgemäß zu kurz kommen, sind wir mit der Resonanz auf das 34. Bundes.Festival.Film. Sehr zufrieden. Wir konnten rund 12.000 Zugriffe auf unser Online-Programm verzeichnen und haben so ein überregionales Publikum erreicht. Trotzdem freuen wir uns, dass es im kommenden Jahr wieder ein Festival der echten Begegnung geben wird. Neuer Austragungsort des Bundes.Festival.Film. wird dann Augsburg sein.“ Interessierten Zuschauerinnen stehen die diesjährigen Festivalfilme noch bis zum 26. Juni als kostenloses On Demand-Angebot zur Verfügung.
https://www.bundesfestival.de

Junge Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte

Für die Weiterführung der erfolgreichen Filmprojektreihe für junge Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte sucht das Medienprojekt Wuppertal aktuell Teilnehmerinnen und Kooperationspartnerinnen. Was beschäftigt junge Menschen mit Fluchterfahrung? Wie hat sich das Leben in Deutschland entwickelt? Was ist aus der sogenannten Willkommenskultur in Deutschland geworden?
In den Filmprojekten soll mit jungen Geflüchteten und Eingewanderten und Deutschen in Kleingruppen eine neue Filmreihe von Kurzspielfilmen und Kurzdokumentationen produziert werden. Hierbei soll es inhaltlich um die wichtigen Lebensthemen der Teilnehmenden gehen. Die Teilnehmer*innen bestimmen in allen Teilen künstlerisch und inhaltlich die Filmproduktion mit. Filmvorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Filmreihe soll anschließend öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die politische Bildungs- und Aufklärungsarbeit genutzt werden.
Teilnehmen können Einzelpersonen und Gruppen bzw. Institutionen aus NRW. Die Filmarbeit findet in den Städten statt, wo ihr lebt. Filmprojekte sind auch als Sommerferienworkshops möglich. Alle Filmprojektarbeiten finden unter den jeweiligen Corona-Schutzbedingungen mit einem der Pandemieentwicklung angepassten Hygienekonzept statt.
http://www.medienprojekt-wuppertal.de

Amanda Nominierungen 2021

Der Amanda Award ist Teil des Norwegian International Film Festival Haugesund vom 21. bis 27 August. Zugelassen sind alle Filme, die zwischen dem 1. Juli 2020 und 30. Juni 2021 ihren Start in einem norwegischen Kino hatten. Die Jury hat nun die Nominierungen bekanntgegeben. Mit insgesamt elf Nominierungen ist „Ninjababy“ der am meisten nominierte Film, gefolgt von „Betrayed“ mit neun und „Gritt“ mit sieben Nominierungen. Die Jury wählte aus insgesamt 23 Filmen aus, darunter acht Dokumentarfilmen und sieben Kinderfilmen.
Nominiert für den Besten Film wurden „The Painter and the Thief“ (Regie: Benjamin Ree), „Generation Utoya“ (Aslaug Holm und Sigve Endresen), „Ninjababy“ (Yngvild Sve Flikke). In der Kategorie Beste Regie wurden nominiert Benjamin Ree für „The Painter and the Thief“, Silje Salomonsen und Arild Østin Ommundsen für „Schwestern – Der Sommer in dem wir alleine waren“ und Yngvild Sve Flikke für „Ninjababy“. Ins Rennen um den Besten Kinderfilm gehen „Bortebane“ (Line Hatland), „Two Buddies and a Badger – The Great Big Beast“ (Gunhild Enger und Rune Spaans) sowie „Schwestern – Der Sommer in dem wir alleine waren“ von Silje Salomonsen und Arild Østin Ommundsen.
WeitereNominierungen und Kategorien siehe unter:
http://www.filmfestivalen.no/

Preisträgerinnen der Akademie für Kindermedien

Lena Gorelik erhält für ihr Spielfilmprojekt „Dann eben mit Pferd“ von der Jury der Mitteldeutschen Medienförderung eine Lobende Erwähnung. Olivia Vieweg wird für ihre Story World mit Serienkonzept „Blasmusik des Todes“ zweifach ausgezeichnet: Sie gewinnt den Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung in Höhe von 15.000 Euro sowie den mit 2.500 Euro dotierten Magellan-Preis. Eine Nominierung für den „berliner kindertheaterpreis 2023“ des GRIPS Theaters Berlin erhält Marie Hüttner für ihr Exposé „Komm, wir retten Oma“.
https://www.akademie-kindermedien.de

„Mission Ulja Funk“ beim Goldenen Spatz ausgezeichnet

Die digitale Ausgabe des renommierten 29. Deutschen Kinder Medien Festivals Goldener Spatz ist erfolgreich verlaufen. In der Kategorie Bester Langfilm wurde „Mission Ulja Funk“ (Deutschland/Luxemburg/Polen 2021) ausgezeichnet. Der Film ist ein Projekt der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ und das Langfilmdebüt von Regisseurin Barbara Kronenberg, die damit auch den Sonderpreis des Thüringer Ministerpräsidenten erhielt.
Der Preis für die Beste Darstellerin ging an Charlotte Krause für ihre Rolle der Zottel in „Die Hexenprinzessin“ unter der Regie von Ngo The Chau. In der Kategorie Information/Dokumentation/Dokumentarfilm gewann „Seepferdchen“ von Nele Dehnenkamp. Der Urkunden-Preis des MDR Rundfunkrates für das Beste Drehbuch ging an Hannah Schweier und Stefan Westerwelle für „Into the Beat – Dein Herz tanzt“ (Regie: Stefan Westerwelle). Und den Publikumspreis für den besten Jugendfilm erhielt „Das schaurige Haus“ (Österreich 2020, Regie: Daniel Geronimo Prochaska, nach dem gleichnamigen Roman von Martina Wildner).
Weitere Preise siehe unter:
https://www.goldenerspatz.de

Die Gläsernen Bären 2021

Die Mitglieder der Kinderjury Generation Kplus vergaben den Gläsernen Bär für den besten Film an den kanadischen Wettbewerbsbeitrag „Beans“ von Tracey Deer mit der Begründung: „Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film hat uns stark beeindruckt. Die Geschichte ging uns sehr nahe. Durch die ausgezeichneten Schauspieler*innen wurden die Szenen zu berührenden Momenten. Ein Film, der den leider noch immer vorhandenen Rassismus und Kolonialismus in der Welt darstellt und zum Nachdenken anregt.“ Eine Lobende Erwähnung ging an den argentinischen Film „Una escuele en Cerro Hueso“ von Betania Cappato.
Der Gläserne Bär der Jugendjury Generation 14plus ging an „Stop Zemlia“ von von Kateryna Gornostai, Ukraine, mit der Begründung: „Der Film überzeugt mit einer Vielfalt an wichtigen Themen, die uns als Jugendliche speziell ansprechen. Platonische Liebe, Queerness, Zusammenhalt und psychische Belastung bestärken die Wirkung des Films als realistische Coming-of-Age-Story. Mit Hilfe kreativer Visualisierungs-Techniken wird auf künstlerische Weise klar, wie unsere Generation träumt, fühlt und erlebt. Es wird die Botschaft vermittelt, dass es Teil des Lebens ist, sich bestimmten Ängsten zu stellen, um die aufregendsten Jahre der Jugend genießen zu können.“ Eine Lobende Erwähnung ging an „Ninjababy“ von Yngvild Sve Flikke, Norwegen.
https://www.berlinale.de

Bundes.Festival.Film. trotz(t) Corona

Trotz anhaltender Corona-Krise wird die 34. Ausgabe des Bundes.Festival.Film. auch in diesem Jahr stattfinden. Vom 12. bis 19. Juni wird das Festivalprogramm ins Netz verlegt. Sofern das akute Infektionsgeschehen es zulässt, soll das Festival mit den beiden Filmwettbewerben „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ mit einer Publikumsveranstaltung in Wuppertal eröffnet werden. Insgesamt waren bis zum Einsendeschluss am 15. Januar 655 Filme von jüngeren und älteren Filmschaffenden und generationenübergreifend arbeitenden Filmteams eingegangen. In einem mehrstufigen Sichtungs- und Auswahlprozess wurden 40 Produktionen für das Festival nominiert, das damit gleichzeitig den Abschluss der beiden Bundeswettbewerbe markiert.
Nach derzeitigen Planungen wird das Festival am 12. Juni mit einem Best of-Programm eröffnet. Vom 13. bis 27. Juni stehen dann alle 40 nominierten Filme als On Demand-Angebot zur Verfügung. Parallel dazu wird es weitere Online-Veranstaltungen für die Filmschaffenden und interessierte Festivalgäste geben. Der Höhepunkt des Festivals wird die Preisverleihung am 19. Juni ab 20.00 Uhr sein.
https://www.bundesfestival.de

„The Crossing“ gewinnt 10. EFA Young Audience Award

Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre geht der Kinderfilmpreis Young Audience Award (YAA) der Europäischen Filmakademie bereits in seine zehnte Runde. Von Russland bis Portugal und von Grönland bis Süditalien: Europaweit sichteten insgesamt 3.600 junge Jurorinnen im Alter von 12 bis 14 Jahren aus 38 Ländern als größte Online-Kinderjury Europas und entschieden, welches der nominierten Werke als bester europäischer Kinderfilm ausgezeichnet wird. Wegen der Corona-Pandemie mussten die ursprünglich geplanten Kinovorführungen in fast allen teilnehmenden Ländern abgesagt werden. Die 12- bis 14-jährigen Jurymitglieder schauten die drei nominierten Filme online auf der YAA-Website, hatten dann die Möglichkeit, mit Unterstützung von Filmpädagoginnen über die Filme zu diskutieren und gaben anschließend ebenfalls online am 25. April 2021 ihre Stimme ab. Die Auszeichnung ging schließlich an den norwegischen Film „The Crossing“ von Johanne Helgeland. Nominiert waren ebenfalls „Pinocchio“ (Italien/Frankreich 2021) von Matteo Garrone und der Animationsfilm „Wolfwalkers“ (Irland/Luxemburg/Frankreich 2021) von Tomm Moore und Ross Stewart.
https://www.europeanfilmawards.eu

Festival GOLDENER SPATZ im Juni online

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird das 29. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz als Online-Ausgabe vom 6. bis 12. Juni über die Bühne gehen. Darüber hinaus sind ergänzende Veranstaltungen vor Ort in den Städten Gera und Erfurt geplant, deren Durchführung allerdings von der pandemischen Entwicklung abhängt. Die Kinderjury wird voraussichtlich vor Ort sein können, um gemeinsam die Wettbewerbsbeiträge zu sichten und auszuzeichnen. Die Eröffnung am 6. Juni sowie die Preisverleihung am 11. Juni sind als Live-Streams geplant.
Im Wettbewerb Kino/TV Langfilm beispielsweise sind nominiert: „Die Hexenprinzessin“ (Regie: Ngo The Chau), „Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing“ (Jens Møller, Toby Genkel), „Into The Beat“ (Stefan Westerwelle), „Max und die Wilde 7“ (Winfried Oelsner), „Mission Ulja Funk“ (Barbara Kronenberg), „Nachtwald“ (André Hörmann), „Ooops!2 – Land in Sicht“ (Toby Genkel, Seán McCormack) und „Peterchens Mondfahrt“ (Ali Samadi Ahadi).
Nach den Erfahrungen mit der Durchführung eines hybriden Festivals aus dem letzten Jahr geht der GOLDENE SPATZ in diesem Jahr im Juni mit einer ganz eigenen Festival-Erlebnis-Welt online. Unter www.goldenerspatz-online.de wird derzeit ein virtueller Raum zum Ausprobieren, Testen, Schauen oder einfach zum Spaß haben kreiert. Dort gibt es zum einen das Wettbewerbsprogramm Kino-TV sowie alle Filme aus der Reihe GOLDENER SPATZ SPEZIAL online zu erleben – mit Moderationen, Filmgesprächen, Interviews, Grußbotschaften und Interaktionsmöglichkeiten. Das Filmprogramm wird vom 6. bis 20. Juni, also eine Woche länger, abrufbar sein. Zum anderen wird erstmals der Wettbewerb DIGITAL zum Thema „Gute Geschichten. Digital erzählt.“ präsentiert. Dieser Wettbewerb wird durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt.
https://www.goldenerspatz.de
https://www.goldenerspatz-online.de

Nominierungen EFA Young Audience Award 2021

Selbst in schwierigen Zeiten, in denen die Kinos in den meisten Ländern geschlossen sind, lädt der EFA Young Audience Award 12- bis 14-Jährige in ganz Europa ein, der internationalen Jury beizutreten, sich drei nominierte Filme anzuschauen und den Gewinner des Young Audience Awards 2021 zu wählen. Nominiert wurden „Pinocchio“ (Regie: Matteo Garrone, Italien/Frankreich), „The Crossing/ Flukten over grensen“ (Johanne Helgeland, Norwegen) und „Wolfwalkers“ (Tomm Moore & Ross Stewart, Irland/Luxemburg).
Die Nominierungen wurden erneut in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt: Ein internationales Komitee beriet über eine Vorauswahl von acht Filmen. Eine Jury von 13- bis 14-Jährigen ehemaligen YAA Teilnehmenden mit Matteo (Italien), Marta (Kroatien), Anissa (Großbritannien), Zofia (Polen) und Vasileios (Griechenland) schauten diese acht Filme und bestimmten die drei Nominierungen. Diese drei Filme werden den Jurys von 12- bis 14-Jährigen in 38 Ländern in und außerhalb Europas gezeigt. In all diesen Ländern bietet der EFA Young Audience Award den jungen Teilnehmenden die Möglichkeit, hochwertige europäische Filme zu entdecken – in Kinos, wo möglich, online, wo nicht. Unter der Leitung erfahrener Filmpädagoginnen und Filmpädagogen können sie diskutieren, ihre Meinungen austauschen und sich mit Gleichaltrigen in ganz Europa vernetzen: Europa nicht nur als Theorie sondern als Erlebnis! Die live gestreamte Preisverleihung am 25. April wird erneut moderiert von dem ehemaligen YAA-Jurymitglied Ivana Noa (Belgien).
https://yaa.europeanfilmawards.eu