Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2014

dmrfp14Am 6. Dezember wurde in Nürnberg zum neunten Mal der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen. 416 Filme – mehr als jemals zuvor – hatten den drei Fachjurys in den Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, (Film-)Hochschule und Amateure zur Sichtung und Bewertung vorgelegen. In fast allen preisgekrönten Filmen standen Kinder und Jugendliche mit ihren oftmals traumatischen Lebenserfahrungen in einer restriktiven Gesellschaft und/oder bei ihrem Versuch, als Flüchtlinge eine neue Heimat zu finden, im Mittelpunkt.
In der Kategorie Langfilm gewann der Dokumentarfilm „Camp 14 – Total Control Zone“ von Marc Wiese, das Porträt eines jungen Mannes, der die ersten 23 Jahre seines Lebens in einem nordkoreanischen Lager für politische Häftlinge lebte, in der Kategorie Kurzfilm der KiKa-Beitrag „Mohammed auf der Flucht“ von Guido Holz mit einem jungen Protagonisten, der vor dem Bürgerkrieg in Syrien mit seiner Familie in die Türkei geflohen ist. Der für das ARD-Magazin Kontraste produzierte Film „Yussuf – Die Geschichte einer Flucht“ von Caroline Walter und Bertram von Boxberg wurde in der Kategorie Magazinbeitrag ausgezeichnet und erzählt in nur acht Minuten die Geschichte eines jungen Somaliers, der seine Flucht nach Deutschland beinahe mehrfach mit dem Leben bezahlt hätte. In der Kategorie Bildung wurde der Kurzspielfilm „Bahar im Wunderland“ von Behrooz Karamizade ausgezeichnet, der die ersten Erfahrungen eines kurdischen Mädchens nach ihrer Flucht nach Deutschland visualisiert. In der Kategorie (Film-)Hochschule siegte der Dokumentarfilm „Nadeshda“ von Regie Anna Frances Ewert/Falk Müller über die systematische Ausgrenzung von Roma und ihren Familien in einem bulgarischen Ort. Und in der Kategorie Amateure überzeugte der nur zweiminütige Social Spot „Finde den Fehler!“ von „all inclusive – Verein zur Förderung komplementärer Diversitätsstrukturen“, der im Split-Screen-Verfahren aufzeigt, wie leicht Vorurteile entstehen können, beispielsweise gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren.
www.menschenrechts-filmpreis.de

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