Gläserne Bären bei Generation 14plus

Sowohl die Jugendjury (Gläserner Bär) als auch die Internationale Fachjury (Großer Preis) von Generation 14plus vergab ihren Preis an die schweizerisch-belgische Produktion „Fortuna“ von Germinal Roaux. Der in Schwarzweiß und im kaum noch verwendeten Normalformat 1:1,35 gedrehte Films spielt in einem abgeschiedenen Kloster hoch oben in den winterlichen Schweizer Bergen. Das Kloster hat vorübergehend mehrere Flüchtlinge aus Schwarzafrika aufgenommen, darunter auch ein 14-jähriges Mädchen. Dieses trägt ein Geheimnis in ihrem Bauch, über das sie mit niemandem reden kann. Eine aktuelle und zugleich zeitlose Geschichte, bei der die Jugendjury hervorhob, dass der Film „mit der bestechenden Klarheit der fotografischen Aufnahmen einen detailreichen Einblick in viele Themen des Menschseins in einer ausgrenzenden Welt gibt, ohne dabei den Blick auf das Große und Ganze zu verlieren.“
Darüber hinaus vergab die Jugendjury eine Lobende Erwähnung an „Retablo“ von Álvaro Delgado-Aparicio L. (Peru/Deutschland/Norwegen), in dem ein 14-Jähriger wie sein Vater ein angesehener Künstler werden möchte, aber in Loyalitätskonflikte gerät, als die Homosexualität des Vaters öffentlich bekannt wird. Die Fachjury entschied sich bei ihrer Lobenden Erwähnung für den iranischen Film „Dressage“ von Pooya Badkoobeh, in dem sich eine junge Frau nach dem Überfall auf einen Kiosk dem „Teufelskreis der Korruption, der Lügen, der Heuchelei der Mittelschicht und der falschen Moral“ verweigert. Weitere Preisträger, insbesondere die Gewinner der Kurzfilme siehe unter:
https://www.berlinale.de

Siehe auch: http://kinderundjugendmedien.de/index.php/102-nachrichten/festivals/2325-festivalbericht-berlinale-2018-sektion-generation

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