goEast Preisträger 2019

Im 19. Jahr des Festivals des mittel-und osteuropäischen Films goEast stachen bei den Wettbewerbsfilmen vor allem Werke hervor, die Generationenkonflikte zum Thema hatten und den Fokus auf junge Menschen damals und heute setzten, die mit der Politik der älteren Generation unzufrieden waren und dagegen Widerstand leisteten. Geradezu exemplarisch dafür steh der russische Debütfilm „Acid“ von Alexander Gorschilin, der mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet wurde. Während zwei langjährige Freunde orientierungslos vor sich hintreiben und ihrer Einsamkeit mit Partys, Sex, Drogen und Selbstverstümmelung zu entkommen suchen, verfolgen die Eltern ausschließlich ihre eigenen Interessen und stehen den Problemen ihrer Kinder verständnislos gegenüber. Es ist die auch formal radikal umgesetzte Zustandsbeschreibung einer verlorenen Generation, wobei andere Filme aus Russland und aus Osteuropa dieser Tendenz auch weitaus optimistischere Perspektiven abgewinnen konnten. Weitere Preisträger siehe unter:
https://www.filmfestival-goEast.de
Siehe auch meinen Artikel unter:
https://www.artechock.de/film/text/artikel/2019/04_18_goeast2019.html

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