„Rafaël“ von Ben Sombogaart beim EZEF

In seinem vom Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) herausgegebenen Spielfilm (Arbeitshilfe von Holger Twele) erzählt Ben Sombogaart die dramatische Liebesgeschichte der jungen Holländerin Kimmy und des Tunesiers Nazir vor den Wirren des Arabischen Frühlings. Als sie schwanger wird und die Unruhen auszuufern beginnen, entscheiden sie sich, nach Holland zu gehen. Doch wird die Heiratsurkunde nicht anerkannt, so dass Kimmy vorerst alleine zurückkehrt, um von Holland aus die Formalitäten zu regeln. Ab diesem Moment beginnt ein rasanter Wechsel zwischen Kimmys Kampf mit der holländischen Bürokratie und der Fahrt, die Nazir zusammen mit seinem Freund Rafaël auf einem illegalen Flüchtlingsboot nach Italien antritt. Kimmy, aus deren Sicht die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, erzählt wird, muss schmerzhaft erfahren, dass ihr persönliches Glück gegenüber internationaler Flüchtlingspolitik nichts zählt. Schließlich macht sie sich selbst auf den Weg nach Lampedusa, um Nazir zu finden. Als Kimmy am Ende des Films aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zitiert, hat sie die schmerzvolle Entwicklung von der verliebten jungen Frau zu einer politisch denkenden Erwachsenen vollzogen. Durch die persönliche Geschichte bieten sich gerade für junge Menschen vielfältige Bezüge zur Identifikation und Auseinandersetzung mit persönlichen Wünschen und gesellschaftlicher Verantwortung an. „Rafaël“ wurde von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes in der Produktion gefördert.
http://www.ezef.de

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