Retrospektive Tony Gatlif

Die 51. Internationalen Hofer Filmtage haben dem algerisch-französischen Roma-Regisseur Tony Gatlif die diesjährige Retrospektive gewidmet. Gatlif (rechts im Bild, im Gespräch mit Robert Fischer) präsentierte neun seiner wichtigsten Filme in Hof, darunter auch seinen neuen Film „Djam“, der voraussichtlich im Februar 2018 in die deutschen Kinos kommen wird und vor der Folie der aktuellen Flüchtlingsbewegungen auf der griechischen Insel Lesbos spielt.
Tony Gatlif wurde 1948 in Algier geboren als Sohn eines Berbers und einer Romni. Beide Kulturen haben ihn geprägt und starken Einfluss auf seine Filme genommen, in denen die Musik – sei es die der Sinti und Roma oder der Rembetiko wie in „Djam“ – eine zentrale dramaturgische Rolle spielt. Infolge des Algerienkriegs verließ Gatlif Anfang der 60er-Jahre seine Heimat und hielt sich in Frankreich zunächst als Theaterschauspieler über Wasser, bevor er sich entschied, Regisseur zu werden. Über seine Erfahrungen in der Fremde und als Mitglied der Roma-Gemeinde berichtet er auch in einem Artikel, auf den nachfolgend verwiesen wird.
http://www.hofer-filmtage.de
Siehe hierzu auch meinen Artikel:
https://mmm.verdi.de/beruf/feindbilder-schaffen-neue-probleme-45943

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