Preisträger Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Nach der letzten Sitzung der vier Fachjurys stehen die sechs Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2018 fest, die bei der Preisverleihung am 8. Dezember im Beisein von Schirmherr Joachim Gauck, Bundespräsident a.D., in der Nürnberger Tafelhalle geehrt werden. Dieses Jahr wurden 382 Produktionen in den fünf Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateure zur Sichtung und Bewertung vorgelegt. Zudem wurde aus allen Einreichungen ein Bildungspreis ermittelt. Preisträger in der Kategorie Langfilm sind der schon mit mehreren anderen Preisen ausgezeichnete Spielfilm „Styx“ von Wolfgang Fischer, in der Kategorie Kurzfilm der Dokumentarfilm „Joe Boots“ von Florian Baron, in der Kategorie Magazinbeitrag „Erst integrieren, dann abschieben: Deutschlands absurde Asylpolitik“ von Naima El Moussaoui und Ralph Hötte, in der Kategorie Hochschule der Dokumentarfilm „Thinking like a Mountain“ von Alexander Hick und in der Kategorie Amateure „Just a normal Girl“ von Vanessa Ugiagbe. Der Bildungspreis aus allen nominierten Einsendungen ging an „Der Tatortreiniger – Sind Sie sicher?“ von Arne Feldhusen und Mizzi Meyer.
„In den sechs Preisträger-Filmen spiegeln sich sowohl die hohe Qualität der vorgelegten Filme als auch die Vielfalt behandelter Themen wider, die vom Themenkomplex Flucht und Integration über Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen bis zu Filmen beispielsweise zum Thema kulturelle Identität reichen. In den Filmen wurde erneut sichtbar, dass Menschenrechte weiter unter Druck stehen – in Europa, weltweit – aber auch in Deutschland“, so Klaus Ploth, Mitglied des aus 21 Institutionen und Verbänden bestehenden Veranstalterkreises des Wettbewerbs.
http://www.menschenrechts-filmpreis.de

Kinderfilme zum Weihnachtsfest 2018

Das Online-Magazin www.kinderfilmwelt.de hilft all denen, die zu Weihnachten einen passenden Film für ihre Kinder und Enkel verschenken möchten oder einfach Anregungen für einen schönen Filmabend in der Familie suchen. Die vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) herausgebrachte Filmliste versammelt die 16 schönsten, lustigsten und spannendsten Filme, die speziell für Kinder von 4 bis 9 Jahren empfohlen werden, aber an denen auch ältere Kinder und ihre Eltern Spaß haben. In diesem Jahr haben unabhängige Medienpädagog*innen Filme ausgewählt, an denen man sich kaum satt sehen kann. „Coco“-Lebendiger als das Leben! erzählt vom Traum des mexikanischen Jungen Miguel Musiker zu werden in rauschhaften Bildern. Der Spielfilm „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ führt Michael Endes Stoff aus der Puppenstube in die große weite Welt und versetzt das junge Publikum in Staunen. „Paddington 2“ ist schon ein alter Bekannter. Der freundliche Bär strahlt Harmonie aus zur Weihnachtszeit. Und natürlich gibt es auch Tipps für die ganz jungen Filmfans: Die Staffeln von „Timmy dem Schäfchen oder von „Die Kinder aus dem Möwenweg“ können schnell zum Lieblingsvideo kleinerer Kinder werden. Abgerundet wird die Auswahl durch Entdeckungen wie „Königin von Niendorf“, einem Abenteuerfilm, der in den Sommerferien spielt, aber in den Weihnachtsferien genauso mitreißend ist.
http://www.kinderfilmwelt.de
http://www.kinderfilmwelt.de/weihnachtsempfehlungen

Ausschreibung für Wettbewerb GOLDENER SPATZ

Der GOLDENE SPATZ wird im kommenden Jahr 40! Die Jubiläumsausgabe des Deutschen Kinder Medien Festivals findet vom 2. bis 8. Juni 2019 in Gera und Erfurt statt. Die Ausschreibung dafür läuft bereits. Noch bis zum 14. Dezember 2018 können qualitativ hochwertige und innovative deutschsprachige sowie koproduzierte Filme und Beiträge eingereicht werden, die sich an Kinder bis 12 Jahre wenden und für die Ausstrahlung im Kino und Fernsehen und/oder auf anderen Plattformen vorgesehen sind. Am Wettbewerb teilnehmen dürfen professionell hergestellte Produktionen für Kinder, die zwischen Januar 2018 und Mai 2019 fertiggestellt wurden bzw. werden. Die fünf Kategorien für 2019 sind: Kurzfilm (bis 55 Minuten), Langfilm (ab ca. 55 Minuten), Serie/Reihe Live-Action, Information/Dokumentation/Dokumentarfilm, Unterhaltung (max. 60 Min.; Zusammenschnitte zulässig). Pro Kategorie wird ein GOLDENER SPATZ vergeben. Wer ihn bekommt, entscheidet in bewährter Weise eine Kinderjury mit Jungen und Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren aus allen Bundesländern, Österreich, der Schweiz, Südtirol, dem Fürstentum Liechtenstein, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und aus Luxemburg. Darüber hinaus wird von den Kindern der/die beste Darsteller/in oder Moderator/in gekürt. Die Kategorie Serie/Reihe ist im jährlichen Wechsel zwischen Live-Action und Animation ausgeschrieben. Für den Wettbewerb 2019 sind Serien/Reihen in der Kategorie Live-Action meldeberechtigt.
http://www.goldenerspatz.de

Stipendium für künstlerischen Dokumentarfilm

Dana Linkiewicz ist die erste Stipendiatin des neuen Stipendiums Künstlerischer Kinder- oder Jugenddokumentarfilm des Landes NRW. Ihr dokumentarisches Projekt „Die große Stille“ widmet sich der prekären sozialen Situation einer jungen Generation in Deutschland und will Jugendlichen Anstoß geben, wieder für ihre Zukunft zu kämpfen. Das 2018 erstmalig ausgeschriebene Stipendium wird vom Filmbüro NW in Kooperation mit doxs!/Duisburger Filmwoche organisiert und unterstützt insbesondere die Planungs- und Recherchephase von Filmprojekten. Dana Linkiewicz erhält die mit 9.900 Euro dotierte Förderung des Landes NRW, um ihr Projekt weiter entwickeln und eine umfangreiche Ausarbeitung gewährleisten zu können. Über die Vergabe des Stipendiums entschied eine vierköpfige Jury, der die Kölner Regisseurin und Produzentin Britta Wandaogo, die Amsterdamer Produzentin Saskia Wielinga, der Berliner Filmkritiker Frédéric Jaeger und Ruth Schiffer als Vertreterin der Kulturabteilung des Landes NRW angehörten.
http://www.do-xs.de

GROSSE KLAPPE für „Obon“

Der Regisseur André Hörmann und die Animationskünstlerin Anna „Samo“ Bergmann gewannen beim doxs!-Festival 2018 mit ihrem Beitrag „Obon“ die GROSSE KLAPPE in Duisburg. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb stiftet seit 2011 diese Auszeichnung für den besten politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm. Im Bild Katrin Willmann von der bpb (zweite von links) bei der Übergabe des Preises an André Hörmann.
Im 15-minütigen Preisträgerfilm „Obon“ erinnert sich eine der letzten Überlebenden an den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Der Schmerz ist noch lebendig, doch die 93-Jährige verbindet mit der Katastrophe auch eine positive Erfahrung: Ihr bis dahin unnahbarer und überstrenger Vater war danach ein anderer Mensch und schenkte seiner Tochter endlich die Aufmerksamkeit und Nähe, nach der sie sich immer gesehnt hatte. Formal gehen Andre Hörmann und Anna Bergmann ungewöhnliche Wege, indem sie die Erzählungen ihrer Protagonistin mit animierten Bildern verknüpfen und so eine hybride dokumentarische Komposition schaffen.
Eine lobende Erwähnung sprachen die Juror*innen für „Operation Jane Walk“ (AT 2018) von Leonhard Müllner und Robin Klengel aus. Der 21-minütige Kurzfilm folgt zwei Reiseleitern auf ihrer Sightseeingtour durch ein postapokalyptisches New York.
http://www.do-xs.de
http://www.bpb.de/presse

Nordische Filmtage Lübeck

Gudrun Ragnarsdóttir aus Island gewann mit ihrem Film „Sommerkinder“ (Sumarbörn) den Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung. Der Film blendet in die 50er-Jahre zurück, in denen Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen mindestens einen Sommer lang in abgelegene Heime gesteckt wurden, wie die sechsjährige Eydís und ihr jüngerer Bruder, nachdem der Vater die Mutter krankenhausreif geschlagen hatte. Mit viel Fantasie überstehen die Geschwister die nicht endenden Schikanen des Heimpersonals in der Hoffnung, ihre Mutter bald wieder zu finden.
Der Preis der Kinderjury ging an Ted Kjellssson für seinen Film „Allein im All“ (Ensamma i rymden), den wohl ersten schwedischen Kinderfilm, der fast ausschließlich im Weltraum spielt und in dem zwei Kinder sich in einem Raumschiff auf den Weg machen, um eine neue Lebensgrundlage zu finden, die auf der Erde verloren gegangen ist.
http://www.nordische-filmtage.de

Siehe hierzu auch:
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/festivals/far-away.html
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/filmkritik.html?filmid=26&a=f

Hofer Filmtage 2018 – Preisvergaben

Auf den 52. Internationalen Hofer Filmtagen wurden wieder zahlreiche Preise vergeben – mehr als jemals zuvor. Der Förderpreis Neues Deutsches Kino ging an den unabhängig und ohne Film- und Fernsehförderung produzierten Film „Kahlschlag“ von Max Gleschinski, der einer klassischen Dreiecksgeschichte über zwei beste Freunde seit Kindheitstagen noch neue Perspektiven abgewonnen hat. Eine lobende Erwähnung erhielt der Coming of Age-Film „Fünf Dinge, die ich nicht verstehe“, ein Heimatfilm aus einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets von Henning Beckhoff über einen Jungen vom Bauernhof auf der Suche nach Anerkennung, Abenteuern und seinem Platz in der Welt.
Der erstmals verliehene Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung für die beste Regieleistung bei einem Debütspielfilm, verliehen durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz, ging in Form eines zertifizierten Goldbarrens von 1 kg Feingold an Luzie Loose für ihren Film „Schwimmen“. Der Mentor des diesjährigen Preises Edgar Reitz begründete die Entscheidung mit den Worten: „Die junge Autorenfilmerin beschreibt in ihrem Debütfilm Jugendliche der ‘Generation Smartphone’, deren Auseinandersetzung mit ihren überforderten Eltern und Lehrern, ihre verzweifelte Suche nach sich selbst. Bösartige Konkurrenzkämpfe und Mobbing bestimmen das Leben der Jugendlichen in Internet-Foren und sozialen Medien. Hier entsteht ein virtuelles Schlachtfeld auf dem das Handy sich in eine gefährliche Waffe verwandelt. Der Blick der Autorin erkennt den psychischen Stress der Handy-Jugend und erzählt von neuen Formen individueller Schuld …“
http://hofer-filmtage.com

Siehe hierzu auch:
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/filmkritik.html?filmid=23&a=f
https://www.kinder-jugend-filmportal.de/filmkritik.html?filmid=27&a=f

Schlingel-Preisträger 2018

Trotz eines schulfreien Feiertags zur Deutschen Einheit, an dem keine Schulklassen kommen konnten, verbuchte das 23. Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL in Chemnitz mit 25.000 Kinobesuchern erneut einen neuen Rekord. Neben dem Publikumspreis entschieden zahlreiche Fachjurys über die gut 230 Filme des Programms in den verschiedenen Festivalsektionen.
Der Preis der europäischen Kinderjury mit diesmal 14 Kindern aus sieben verschiedenen Nationen, der vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Höhe von 12.500 Euro ausgelobt wurde, ging an den indischen Spielfilm „Pahuna – Zuhause im Wald“ von Paakhi A. Tyrewala. Er erzählt, wie Kinder aus einer Notsituation heraus „zu kleinen Eltern werden mussten“, um im Wald zu überleben.

Der Preis der Jugendjury, die aus fünf deutschen Schüler*innen und fünf jungen Juror*innen des italienischen Kinderfilmfestivals von Giffoni bestand, ging an den niederländischen Film „Schmeißt die Schlampe in den Fluss“ von Ben Brand. Gedreht nach einer wahren Begebenheit, handelt der Film von einem jungen Mädchen, das durch die Sorglosigkeit ihres Bruders mit einem ins Internet gestellten, verfänglichen Videos zur Zielscheibe von selbsternannten jugendlichen „Rächern“ wird, die sich moralisch im Recht glauben und dennoch kein Pardon kennen.
Weitere, nicht minder wichtige Preise sowie die einzelnen Jurybegründungen siehe Website des Festivals.
http://www.ff-schlingel.de

Siehe insbesondere auch Bericht der Ökumenischen Jury:
https://www.inter-film.org/de/artikel/23-internationales-filmfestival-fuer-kinder-und-junges-publikum-schlingel-chemnitz/6028

Kinder- und Jugend-Filmportal gestartet

Das Kinderkino hat an Quantität und Qualität gewonnen. Um seinen gewachsenen Stellenwert auch in der Fachpublizistik zu spiegeln und die Sparte Kinderfilm in der Kritik angemessen zu berücksichtigen, startet das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) ein neues Kinder- und Jugend-Filmportal. Fachleute, Filmschaffende, Multiplikator*innen, Filmverleihe, Kinos und interessierte Leser*innen finden dort weit mehr als nur eine Sammlung „trockener“ Informationen, nämlich passioniert geschriebene Filmbesprechungen und Rubriken wie „Lieblingsfilme“, „Im Fokus“ oder „Quergedacht“, Hintergrundtexte und Berichte von Festivals, die zur Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendfilmen einladen. Das Portal will Anstöße geben und die ganze Bandbreite und Qualität der Sparte würdigen, von den populären Unterhaltungsfilmen bis hin zur vielschichtigen Filmkunst. Auf diese Weise vermittelt das Kinder- und Jugend-Filmportal Einblicke und verschafft zugleich Überblick, Wissen und Vernetzung, um die Lobby für den Kinderfilm weiter zu stärken so wie es über 35 Jahre lang schon die Aufgabe der Zeitschrift „Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz“ tat, in dessen Fußstapfen das neue Portal tritt.
Maßgebliche Unterstützer des Kinder- und Jugend-Filmportals sind das Kuratorium junger deutscher Film, der Förderverein deutscher Kinderfilm und als Herausgeber das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
http://www.kinder-jugend-filmportal.de

Preisträger LUCAS-Festival 2018

Bei der 41. Ausgabe von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans waren rund 9500 Menschen zu Gast. LUCAS stellt damit einen neuen Besucher/innen-Rekord auf. 21 Langfilme und ebenso viele Kurzfilme standen im Wettbewerb um insgesamt neun Preise, davon sechs dotierte LUCAS-Preise. Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise für die Langfilme gingen an die dänische Produktion „Jeg er William“ (Ich bin William) von Jonas Elmer für die Altersgruppe 8+ und an den US-Film „Madeline’s Madeline“ von Josephine Decker in der Altersgruppe 13+. Eine Lobende Erwähnung ausgesprochen wurde für „Supa Modo“ (DE/KE 2018, R: Likarion Wainaina) in der Altersgruppe 8+ sowie für eine außergewöhnliche cineastische Leistung an die kanadische Punk-Romanze „Les faux Tatouages“ von Pascal Plante in der Altersgruppe 13+. In der neuen Sektion 16+/Youngsters vergab eine internationale junge Jury vergab erstmals den mit 3000 Euro dotierten LUCAS Youngsters Award an den kenianischen Film „Rafiki“ (ZA/DE/NL/FR/KE/NO 2018, R: Wanuri Kahiu) über die Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen. Weitere Preisträger und die Jurybegründungen siehe Website des Festivals.
http://www.lucas-filmfestival.de