Filmheft zum Kinofilm „Die Pfefferkörner“

Das Kinderkinobüro des Jugendkulturservice Berlin hat den Film „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“ von Christian Theede zum Film des Monats November gewählt und stellt hierzu auch filmpädagogische Begleitmaterialien zur Verfügung, die von Holger Twele entwickelt wurden.
Seit 18 Jahren lösen die Kinderdetektive Kriminalfälle im Norden Deutschlands. Die mehrfach ausgezeichnete TV-Serie umfasst inzwischen 13 Staffeln mit jeweils 13 Episoden. Ihr erstes Kino-Abenteuer startete am 7. September und erzählt im Kinderfilm des Monats November, wie sich die neuen Pfefferkörner zusammenraufen und gemeinsam einen supergeheimnisvollen und wirklich internationalen Fall lösen. Aus einer Klassenfahrt nach Südtirol entwickelt sich ein spannender Kriminalfall, in dem die Pfefferkörner nicht nur ihrem Freund Luca und dessen Vater helfen, den in seiner Existenz bedrohten Gruberhof zu retten. Sie kommen auch dem Komplott eines internationalen Lebensmittelkonzerns auf die Spur, der die Quelle auf dem Gruberhof um jeden Preis in seinen Besitz bringen möchte. Aber noch fehlen ihnen die Beweise – und die liegen in der hochgesicherten Hamburger Firmenzentrale. Haben sich Mia, ihre Schwester Alice, Johannes und Benny bei diesem Fall vielleicht doch etwas übernommen?
http://www.kinderkinobuero.de/filme/die-pfefferkoerner-und-der-fluch-des-schwarzen-koenigs.php

Wiederaufführung von „Die Honigkuckuckskinder“

Ein Förderprogramm der FFA in Berlin zur Sicherung des nationalen Filmerbes macht es möglich, den bereits 1992 frei finanzierten Kinderfilm „Die Honigkuckuckskinder“ von Willy Brunner den Kinos erneut und dieses Mal in digitaler Qualität zur Verfügung zu stellen. Er gehörte 1993 zu den zehn erfolgreichsten deutschen Kinofilmen. Bis heute hat dieser Film, der im Flüchtlingsmilieu spielt, nichts an Aktualität eingebüßt. „Die Honigkuckuckskinder ist ein spannend inszenierter Kinderkrimi, der das Thema Ausländerfeindlichkeit und Asylproblematik im Stil eines engagierten Sozialmärchens phantasievoll vermittelt.“ (MDR, Fernsehen). Wie schon bei der Erstauswertung wird der Film wieder im Eigenverleih vertrieben:
http://www.honigkuckuckskinder.de

Neue Filme von EZEF zu Flucht und Migration

Anlässlich des Tags des Flüchtlings am 29.09.2017 unter dem Motto „Flüchtlingsrechte sind Menschenrechte“ im Rahmen der Interkulturellen Woche weist das EZEF auf neu erschienene DVDs für die Bildungsarbeit hin:
„Angelus Novus – Reise ins Ungewisse“ von Aboozar Amini erzählt die Geschichte von zwei Brüdern, die auf der Flucht aus Afghanistan mit ihrer Familie in der Türkei angekommen sind. Als Schuhputzer verdienen sie sich ein bisschen Geld, um die Reise nach Deutschland zum geliebten Onkel fortzusetzen. Als ein anderer Junge an ihrem Platz beginnt, sich als Schuhputzer einzurichten, verteidigen sie sich verbissen. Doch dann müssen sie verstehen, dass er das gleiche Schicksal erlebt, wie sie selbst.
Der 17-jährige Eritreer Tekhlebran hat es bis in ein Flüchtlingslager in Bayern geschafft. Er musste während der Flucht jedoch den Tod seines Bruders, dessen größter Wunsch es war, in Europa ein bekannter Fußballer zu werden, miterleben. Der Kurzspielfilm „In Our Country“ von Louisa Wagener begleitet den Jugendlichen, der versucht, den Traum seines Bruders zu erfüllen. Schließlich erkennt er, dass er einen anderen Weg einschlagen muss, um in der neuen Heimat anzukommen.
Der lange Dokumentarfilm „Life Saaraba Illegal“ von Peter Heller begleitet über fast zehn Jahre eine senegalesische Fischerfamilie, deren Söhne in Europa eine wirtschaftliche Zukunft suchen, gleichzeitig aber auch den Wunsch haben, sich in der Fremde zu bewähren, um erfahren nach Hause zurückzukehren. Der 35-minütige Dokumentarfilm „Barça ou Bassa – Barcelona oder Tod“, der ebenfalls auf der DVD enthalten ist, vertieft am Beispiel derselben Familie die Analyse über die Hintergründe und Ursachen der Abwanderung aus Westafrika. Hier sind es in erster Linie afrikanische Expertinnen und Experten, die das Phänomen erläutern, weshalb immer mehr junge Menschen das Land in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Europa verlassen. Dabei kommen ökologische und wirtschaftliche Bedingungen ebenso zur Sprache wie geopolitische Zusammenhänge. Diese gewinnen vor dem aktuellen Hintergrund der Abschottung Europas an Bedeutung.
Die genannten Filme, zu denen die Arbeitshilfen alle von Holger Twele erstellt wurden, stehen bei den Evangelischen Medienzentralen für die Bildungsarbeit zur Verfügung.
https://www.medienzentralen.de/auth
http://www.ezef.de

LUCAS Jubiläum

Zum 40. Mal bringt Deutschlands ältestes Festival für junge Filmfans die Vielfalt internationaler Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme nach Frankfurt. Mehr als 70 Produktionen aus 35 Ländern zeigt LUCAS während der Festivalwoche vom 1. bis 7. Oktober an fünf Spielorten in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. Viele Filmschaffende werden zu Gast sein und jungen Filmfans Rede und Antwort stehen.
LUCAS hat nachgefragt! Zusammen mit Freund/innen und Wegbegleiter/innen blicken wir auf über vier Jahrzehnte Kinder- und Jugendfilm in Frankfurt zurück. Sie berichten von ihren schönsten Erinnerungen und was sie mit dem Kinderfilm und dem Festival verbinden:
http://lucas-filmfestival.de/festival-2017/3-fragen-an/

Ausschreibung Deutscher Jugendfilmpreis 2018

Ab sofort können sich junge Filmtalente mit ihren Produktionen wieder für den Deutschen Jugendfilmpreis bewerben. Der bundesweite Wettbewerb ist eines der größten Foren für die aktive Medienarbeit junger Filmtalente in Deutschland. Egal ob Kinder, Jugendliche oder Studierende, ob Schulklasse oder Freizeitprojekt: Mitmachen können alle Filmbegeisterten, die nicht älter als 25 Jahre sind. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2018. Insgesamt werden Preise im Wert von 12.000 Euro vergeben.
Neben dem thematisch offenen Wettbewerb bietet ein ausgewähltes Jahresthema weitere Gewinnchancen. Unter dem Titel „Wir müssen reden“ ruft der Deutsche Jugendfilmpreis diesmal zu Einreichungen rund um das gesprochene Wort auf. Von Video-Slams über parodierte Talk-Runden oder abstrakte Animationen bis hin zu fiktionalen Geschichten, die das Gespräch ins bewegte Bild übertragen, ist dabei alles erlaubt. Neu im Wettbewerb ist der „Team-Award“ für Filme, die in Film-AGs, Kultureinrichtungen oder Jugendzentren entstanden sind.
Die besten Filme werden auf dem Bundes.Festival.Film 2018 in Hildesheim präsentiert. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) veranstaltet. Teilnahme-Infos gibt es auf der Website des Wettbewerbs.
http://www.deutscher-jugendfilmpreis.de

BJF-Durchblick-Medien zur schulischen Nutzung

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg hat im September 2017 zwei „Durchblick“-Filmprogramme für den schulischen Einsatz empfohlen: das Kurzfilm-Programm „Sehen – Lachen – Denken: Kurzfilmsatiren gegen Rechtsradikalismus“ und den Spielfilm „Das Mädchen Wadjda“.
Die Beurteilungen des Landesmedienzentrum Baden-Württemberg finden auch bundesweit Beachtung und dienen Lehrkräften und Medienzentren als wichtige Orientierung bei der Medienauswahl für den Unterricht. Die Auszeichnung bestätigt die Qualität dieser Medien – und zwar sowohl der Filme wie auch des weitgehend von Holger Twele erstellten Begleitmaterials zur Nutzung dieser Filme in Jugendarbeit und Schule.
http://www.bjf.info/news/?id=450

Durchblick-DVD zum Film „Zugvögel“ erschienen

Neu erschienen in der Clubfilmothek des Bundesverbands Jugend und Film ist die Durchblick-DVD „Zugvögel – Wenn Freundschaft Flügel verleiht“ unter der Regie von Olivier Ringer. In dem belgisch-französischen Road-Movie vermitteln zwei Mädchen, wie Tierliebe, Aufbegehren gegen scheinbar vernünftige Erwachsenen-Entscheidungen und gelebte Inklusion ganz einfach nebeneinander bestehen können: Cathy und Margaux sind beste Freundinnen. Beide Mädchen haben es nicht leicht im Leben. Cathys Eltern ticken total verschieden und leben getrennt. Margaux hingegen sitzt im Rollstuhl und wird von ihren Eltern sehr umsorgt. Zum 10. Geburtstag bekommt Cathy von ihrem Vater ein Entenei samt Brutkasten. Aber als das Küken schlüpft, sitzt gerade Margaux davor, weshalb das flaumige Wesen sie nun als Mama betrachtet und sich nur ihrer Nähe wohl fühlt. Margaux würde sich gerne um das Küken kümmern, aber ihre Eltern trauen ihr das nicht zu, weil sie ja im Rollstuhl sitzt. Schließlich bringen die Eltern das Küken in eine Geflügelfarm. Als die Mädchen das herausfinden, machen sie sich auf den Weg, um das Entlein zu retten. Die umfangreichen pädagogischen Begleitmaterialien zum Film wurden von Holger Twele erstellt.
http://clubfilmothek.bjf.info/filme.htm?id=2930589&krit=n

Neu bei EZEF: Angelus Novus – Reise ins Ungewisse

Das Evangelische Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) hat den 25-minütigen Kurzspielfilm „Angelus Novus. Reise ins Ungewisse“ von Aboozar Amini herausgebracht, der sich zum Thema Migration sehr gut in der schulischen und filmkulturellen Arbeit einsetzen lässt. Die Arbeitshilfe hierzu wurde von Holger Twele erstellt.
In der Koproduktion zwischen Afghanistan, den Niederlanden und Großbritannien geht es aus der Perspektive von zwei Brüdern um eine afghanische Flüchtlingsfamilie, die vor kurzer Zeit in der Türkei angekommen ist und sich provisorisch eingerichtet hat. Der etwa neunjährige Ali geht zur Schule. Nachmittags arbeitet er mit seinem jüngeren Bruder Mohammad als Schuhputzer vor einem Teehaus. Während der Arbeit als auch abends vor dem Einschlafen unterhalten sich die beiden Brüder über ihren Onkel, der offenbar unterwegs ist, über Bulgarien Westeuropa zu erreichen. Sobald sie Nachricht von ihm haben, möchte die Familie auch auf dieser Route weiterreisen. Aus den Fernsehnachrichten ist zu erfahren, dass eine große Anzahl von Flüchtlingen aus Syrien in Ostanatolien angekommen ist, von denen aber nur wenige in Flüchtlingslagern Zuflucht gefunden hätten.
Als die beiden Brüder erfahren, dass ihr Standplatz vor dem Teehaus von einem anderen Jungen besetzt sei, machen sich beide ohne zu zögern auf den Weg, ihren Platz zu verteidigen. Ali greift den Konkurrenten ohne Vorwarnung von hinten an und schlägt brutal auf ihn ein. Tatkräftig unterstützt von Mohammed, zertrümmern die beiden auch dessen Kiste, die sein Handwerkszeug enthält. Am nächsten Morgen, wird das Opfer ihres Angriffs in der Schule als Flüchtling aus Syrien vorgestellt. Dabei stellt der Direktor der Schule Yassin mit den gleichen Worten vor, mit denen er Ali zu Beginn des Films in die Klasse eingeführt hatte. Weitere Informationen:
http://www.ezef.de

Nominierungen für den Filmpreis des Nordischen Rats 2017

Die Nominierungen für den diesjährigen Nordischen Filmpreis, der 2017 zum 14. Mal vergeben wird, stehen fest. Je ein Film aus den fünf skandinavischen Ländern ist vom Nordischen Rat für den Preis nominiert worden, der am 1. November im finnischen Helsingfors vergeben wird. Dänemark schickt den Film „Parents“ (Foraeldre) von Christian Tafdrup ins Rennen, Finnland „Little Wing” (Tyttö nimeltä Varpu) von Selma Vilhunen, Island den bereits mehrfach ausgezeichneten Film „Heartstone“ (Hjartasteinn) von Guðmundur Arnar Guðmundsson, Norwegen „Hunting Flies” (Fluefangeren) von Izer Aliu und Schweden „Sámi Blood” (Sameblod) von Amanda Kernell.
Der Filmpreis des Nordischen Rats dient dazu, das Interesse an der nordischen Kulturgruppe zu verstärken und gleichermaßen herausragende künstlerische Projekte zu fördern. Ausgewählt und nominiert werden die Filme aufgrund ihrer festen Verwurzelung in der nordischen Kultur und ihrer hohen künstlerischen Qualität und Eigenständigkeit, wobei es ihnen gelungen ist, die unterschiedlichsten filmischen Ausdrucksmittel zu einem überzeugenden filmischen Gesamtkunstwerk zu verbinden. Letztjähriger Gewinner war der norwegische Film „Louder than Bombs“ von Joachim Trier.
http://www.nordiskfilmogtvfond.com

LUCAS wird 40

LUCAS feiert seine 40. Ausgabe. Vom 1. bis 7. Oktober zeigt das Festival mehr als 70 Produktionen aus 35 Ländern. In den Wettbewerbssektionen 8+ und 13+ hoffen dutzende Filmemacher/innen auf die LUCAS-Preise. Im Rahmen des Festivals sind im Deutschen Filmmuseum und an weiteren Spielorten in Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden mehr als 70 Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme, in der Regel in Originalfassung mit deutscher Einsprache, zu sehen. Die Filmwettbewerbe sind das Herzstück von LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans. Je acht Langfilme und eine Reihe von Kurzfilmen erzählen Geschichten von Freundschaft, Familie, vom Schulalltag, Abenteuern in den Ferien, von der intensiven Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden und von Träumen für die Zukunft.
Am Ende der Festivalwoche winken fünf LUCAS-Preise, über deren Vergabe Kinder, Jugendliche und Branchenprofis in zwei Jurys gemeinsam entscheiden. Zusätzlich verleihen Festivalbesucher/innen unter allen Langfilmbeiträgen der Wettbewerbe den undotierten Publikumspreis. Eine eigene ECFA-Jury (European Children’s Film Association) sichtet darüber hinaus für den ECFA-Award.
Weitere Informationen zum Programm unter:
http://www.lucas-filmfestival.de