Schlingel-Preisträger 2018

Trotz eines schulfreien Feiertags zur Deutschen Einheit, an dem keine Schulklassen kommen konnten, verbuchte das 23. Internationale Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL in Chemnitz mit 25.000 Kinobesuchern erneut einen neuen Rekord. Neben dem Publikumspreis entschieden zahlreiche Fachjurys über die gut 230 Filme des Programms in den verschiedenen Festivalsektionen.
Der Preis der europäischen Kinderjury mit diesmal 14 Kindern aus sieben verschiedenen Nationen, der vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Höhe von 12.500 Euro ausgelobt wurde, ging an den indischen Spielfilm „Pahuna – Zuhause im Wald“ von Paakhi A. Tyrewala. Er erzählt, wie Kinder aus einer Notsituation heraus „zu kleinen Eltern werden mussten“, um im Wald zu überleben.

Der Preis der Jugendjury, die aus fünf deutschen Schüler*innen und fünf jungen Juror*innen des italienischen Kinderfilmfestivals von Giffoni bestand, ging an den niederländischen Film „Schmeißt die Schlampe in den Fluss“ von Ben Brand. Gedreht nach einer wahren Begebenheit, handelt der Film von einem jungen Mädchen, das durch die Sorglosigkeit ihres Bruders mit einem ins Internet gestellten, verfänglichen Videos zur Zielscheibe von selbsternannten jugendlichen „Rächern“ wird, die sich moralisch im Recht glauben und dennoch kein Pardon kennen.
Weitere, nicht minder wichtige Preise sowie die einzelnen Jurybegründungen siehe Website des Festivals.
http://www.ff-schlingel.de

Siehe insbesondere auch Bericht der Ökumenischen Jury:
https://www.inter-film.org/de/artikel/23-internationales-filmfestival-fuer-kinder-und-junges-publikum-schlingel-chemnitz/6028

Kinder- und Jugend-Filmportal gestartet

Das Kinderkino hat an Quantität und Qualität gewonnen. Um seinen gewachsenen Stellenwert auch in der Fachpublizistik zu spiegeln und die Sparte Kinderfilm in der Kritik angemessen zu berücksichtigen, startet das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) ein neues Kinder- und Jugend-Filmportal. Fachleute, Filmschaffende, Multiplikator*innen, Filmverleihe, Kinos und interessierte Leser*innen finden dort weit mehr als nur eine Sammlung „trockener“ Informationen, nämlich passioniert geschriebene Filmbesprechungen und Rubriken wie „Lieblingsfilme“, „Im Fokus“ oder „Quergedacht“, Hintergrundtexte und Berichte von Festivals, die zur Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendfilmen einladen. Das Portal will Anstöße geben und die ganze Bandbreite und Qualität der Sparte würdigen, von den populären Unterhaltungsfilmen bis hin zur vielschichtigen Filmkunst. Auf diese Weise vermittelt das Kinder- und Jugend-Filmportal Einblicke und verschafft zugleich Überblick, Wissen und Vernetzung, um die Lobby für den Kinderfilm weiter zu stärken so wie es über 35 Jahre lang schon die Aufgabe der Zeitschrift „Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz“ tat, in dessen Fußstapfen das neue Portal tritt.
Maßgebliche Unterstützer des Kinder- und Jugend-Filmportals sind das Kuratorium junger deutscher Film, der Förderverein deutscher Kinderfilm und als Herausgeber das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
http://www.kinder-jugend-filmportal.de

Preisträger LUCAS-Festival 2018

Bei der 41. Ausgabe von LUCAS Internationales Festival für junge Filmfans waren rund 9500 Menschen zu Gast. LUCAS stellt damit einen neuen Besucher/innen-Rekord auf. 21 Langfilme und ebenso viele Kurzfilme standen im Wettbewerb um insgesamt neun Preise, davon sechs dotierte LUCAS-Preise. Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Preise für die Langfilme gingen an die dänische Produktion „Jeg er William“ (Ich bin William) von Jonas Elmer für die Altersgruppe 8+ und an den US-Film „Madeline’s Madeline“ von Josephine Decker in der Altersgruppe 13+. Eine Lobende Erwähnung ausgesprochen wurde für „Supa Modo“ (DE/KE 2018, R: Likarion Wainaina) in der Altersgruppe 8+ sowie für eine außergewöhnliche cineastische Leistung an die kanadische Punk-Romanze „Les faux Tatouages“ von Pascal Plante in der Altersgruppe 13+. In der neuen Sektion 16+/Youngsters vergab eine internationale junge Jury vergab erstmals den mit 3000 Euro dotierten LUCAS Youngsters Award an den kenianischen Film „Rafiki“ (ZA/DE/NL/FR/KE/NO 2018, R: Wanuri Kahiu) über die Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen. Weitere Preisträger und die Jurybegründungen siehe Website des Festivals.
http://www.lucas-filmfestival.de

Die BJF-Clubfilmothek geht online

Seit fast 50 Jahren bietet der Filmverleih Clubfilmothek des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. (BJF) qualitativ hochwertige Filme für Kinder und Jugendliche an, die in Jugendarbeit und Schule nichtgewerblich öffentlich vorgeführt werden können. Mittlerweile umfasst das Repertoire rund 500 Filme, meist Spielfilme, aber auch Kurz-, Dokumentar- und Animationsfilme. Bis in die 1990er-Jahre hinein gab es die Filme als 16mm-Zelluloidkopien, später wurden DVDs und Blu-ray-Discs genutzt. Nun beginnt ein neues Zeitalter für diesen einzigartigen nichtkommerziellen Filmverleih für die Jugend- und Bildungsarbeit in Deutschland: Mit einer Starthilfe der Stiftung Deutsche Jugendmarke und mehr als 100 Filmen startete der BJF am 25. September 2018 sein neues Online-Filmportal.
https://bjf.clubfilmothek.de/filme.php?krit=o

Neuer Durchblick-Titel erschienen: „Blanka“

Der Bundesverband Jugend und Film e.V. hat in seiner bewährten Durchblick-Reihe den Film „Blanka“ als Kauf-DVD und im Verleih der Clubfilmothek herausgebracht. Wie alle Filme der Reihe ist auch dieser Film mit umfangreichen Begleitmaterialien versehen (Autor: Holger Twele). Der als italienisch-japanisch-philippinische Koproduktion entstandene Film des japanischen Regisseurs Kohki Hasei, der auf zahlreichen Festivals viele Preise gewonnen hat und vom BJF ab 8 Jahren empfohlen wird, handelt von einem auf der Straße lebenden Mädchen in der philippinischen Hauptstadt Manila, der es durch die Freundschaft zu einem alten blinden Straßenmusiker gelingt, ihren Wunsch nach Geborgenheit zu realisieren – aber auf andere Weise, als man normalerweise erwarten würde. Und genau das hebt den auch filmästhetisch sehr gelungenen Film neben den beiden sympathischen Hauptdarstellern von vergleichbaren Produktionen ab und macht ihn für den Einsatz in der filmkulturellen Bildungsarbeit besonders interessant.
http://clubfilmothek.bjf.info/filme.htm?id=293062

Deutscher Jugendfilmpreis 2019

Ab sofort können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wieder am Deutschen Jugendfilmpreis beteiligen. Der Wettbewerb ist offen für alle Themen und Umsetzungsformen. Mit dem Jahresthema „No body is perfect“ setzt er aber auch inhaltlich Akzente. Mehr denn je unterstützen uns technologische Innovationen darin, all unsere Lebensbereiche zu optimieren. Nur, ist der Drang nach Perfektion tatsächlich so erstrebenswert? Mit dem Jahresthema „No body ist perfect“ möchte der Deutsche Jugendfilmpreis zur kreativen Auseinandersetzung mit falschen Schönheitsidealen, zweifelhaften Trends wie Body-Shaming oder auch Vorurteilen gegenüber jeglicher Form von körperlicher Behinderung anregen.
Mitmachen können alle Filmbegeisterten bis einschließlich 25 Jahre. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2019. Insgesamt werden Preise im Wert von 12.000 Euro vergeben. Außerdem winkt den Gewinnerinnen und Gewinnern eine Reise zum Bundes.Festival.Film. nach Hildesheim, wo die besten Produktionen vor Publikum präsentiert und ausgezeichnet werden. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) veranstaltet. Alle Informationen zur Teilnahme gibt es auf der Website des Wettbewerbs.
http://www.deutscher-jugendfilmpreis.de

Deutscher Generationenfilmpreis 2019

Start frei für den Deutschen Generationenfilmpreis 2019: das Forum für Filmkultur, aktuelle Themen und Zeitzeugen-Geschichten. Gefragt sind alle Genres und Umsetzungsformen. Das zusätzliche Jahresthema „Filmarchiv reloaded – Neuer Blick auf alte Bilder“ regt dazu an, alte Aufnahmen neu zu entdecken und bietet Raum für kreative Projekte und zur Neuinterpretation von früheren Film- und Fotoaufnahmen: das eigene Archiv als Inspiration, radikale Rückschau oder experimentelle Bearbeitung historischer Vorlagen auf Super-8 und Video. Ebenso möglich sind künstlerische Filmcollagen von archivierten Szenen neueren Datums.
Der Wettbewerb richtet sich an alle bis 25 Jahre und Filmfans der Generation „50plus“. Bis zum 15. Januar 2019 können sie ihre neuen Filmproduktionen einreichen. Auf die besten Beiträge warten Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro, bereitgestellt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Initiator und Veranstalter des Bundeswettbewerbs ist das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF). Auf seiner Website bietet der Wettbewerb Tipps für neue Filme und eine umfangreiche Darstellung der bisherigen Preisträger-Arbeiten.
http://www.deutscher-generationenfilmpreis.de

Konferenz „Zukunft Kinderfilm“ in Weimar

Auf Initiative des Kuratoriums junger deutscher Film haben sich am 6. und 7. September 2018 in Weimar über 200 Vertreter*innen der Kinderfilmbranche eingefunden, um in interaktiven Workshops neue Strategien für mehr Vielfalt, Wertschätzung und Sichtbarkeit für den deutschen Kinderfilm zu erarbeiten und dessen Erfolgschancen zu verbessern.
Mit jährlich mehr als 20 Kinostarts hat sich der deutsche Kinderfilm mittlerweile zu einer starken Wirtschaftskraft entwickelt, der nicht mehr nur als Randphänomen zu betrachten ist, sondern den es als eigenständiges Genre und Kulturgut ernst zu nehmen und wertzuschätzen gilt. Durch eine Vielfalt von weiteren Maßnahmen sollen zukünftig das Image, die Sichtbarkeit sowie die Wertschätzung des Kinderfilms deutlich aufgebessert und die Zielgruppe effektiver erreicht werden. Notwendig sei es beispielsweise, die derzeitigen FSK Altersfreigaben stärker zu differenzieren. Der Zugang zu Kinderfilmen soll zukünftig erleichtert werden, etwa durch die Einführung und Stärkung von Filmclubs, durch feste Sendeplätze für Kinderfilme im Hauptprogramm verschiedener Sender, Kinomagazine mit Tipps von der Zielgruppe selbst, Event- und Familientage in Kinos oder aber das im Rahmen der Konferenz vorgestellte neue ‘Kinder und Jugend Filmportal‘.
Als ein weiterer Aspekt der Konferenz wurde deutlich, dass der Austausch mit der Zielgruppe selbst verbessert werden muss. Ein konkreter Vorschlag ist, die junge Zielgruppe als Experten künftig aktiv in den Entstehungsprozess von Filmen mit einzubeziehen, angefangen von der Stoffentwicklung bis hin zur Vermarktung. Auch wolle man Kinder- und Jugendjurys wie die beim Kongress vertretene FBW-Jugend Filmjury in Gremien Gehör verschaffen. Generell solle die Präsenz des Themas ‘Kinderfilm’ in Gremien und Politik intensiviert werden, um Bekanntheit und Sensibilität zu schaffen.
Mit der Zielgruppe von Beginn an in Kontakt zu sein, ist auch für die Vermarktung der Filme unerlässlich. Um dies umsetzen zu können, braucht es separate Marketingbudgets und Fördertöpfe, die es ermöglichen, die Verwertung eines Filmes so früh wie möglich mitzudenken und zu unterstützen. Erforderlich sei ein Budget in Höhe von mindestens 25 Prozent der Herstellungskosten. Darüber hinaus sei es wichtig, den Bereich Kinderfilm an Hochschulen zu etablieren und zur Vertiefung anzubieten.
http://www.zukunft-kinderfilm.de

Start zur Wahl für den EFA Publikumspreis 2018

Jedes Jahr lädt die European Film Academy (EFA) Kinofans aus ganz Europa ein, ihren Lieblingsfilm zu wählen. Während die EFA-Mitglieder über die Preise in den Kategorien Film, Regie, Schauspiel usw. abstimmen, stehen beim Publikumspreis die Menschen im Rampenlicht, für die die Filme gemacht werden: die Zuschauer. Die Wahl für dieses Jahr hat begonnen – und damit auch die Chance für alle Teilnehmenden, zusammen mit den Gewinnern und Nominierten bei der Preisverleihung in Sevilla live dabei zu sein! Bis zum 31. Oktober können Filmfans ihre Stimme auf der Homepage www.europeanfilmawards.eu abgeben, um aus den folgenden neun Nominierungen einen Favoriten zu bestimmen.
BORG/McENROE (Schweden, Dänemark, Finnland, Tschechien; Regie: Janus Metz)
DAS LEBEN IST EIN FEST (Frankreich; Regie: Eric Toledano & Olivier Nakache)
CALL ME BY YOUR NAME (Italien, Frankreich; Regie: Luca Guadagnino)
DIE DUNKELSTE STUNDE (Großbritannien; Regie: Joe Wright)
DUNKIRK (Großbritannien, Niederlande, Frankreich, USA; Regie: Christopher Nolan)
AUS DEM NICHTS (Deutschland; Regie: Fatih Akin)
THE DEATH OF STALIN (Frankreich, Großbritannien, Belgien; Regie: Armando Iannucci)
VALERIAN – DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN (Frankreich; Regie: Luc Besson)
VICTORIA & ABDUL (Großbritannien; Regie: Stephen Frears)
Der Gewinner des EFA Publikumspreises 2018 wird während der Verleihung des 31. Europäischen Filmpreises am 15. Dezember in Sevilla verkündet.
http://www.europeanfilmawards.eu

„100% Coco“ gewinnt Publikumspreis

Beim Kinderfilmfest/Filmfest München gewann der niederländische Film „100% Coco“ von Tessa Schram den Publikumspreis 2018. Erzählt wird die Geschichte der 13-jährigen Coco, die bereits einen eigenen ausgefallenen Modestil entwickelt hat. In ihrer neuen Schule kommt sie damit jedoch nicht gut an. Während sie sich nach außen hin anpasst, stellt sie im Internet im Rahmen eines Modewettbewerbs ihre ausgefallenen Kollektionen vor, wobei sie ihre wahre Identität hinter einer Tigermaske verbirgt. Als Style Tiger wird sie berühmt, doch eine fiese Mitschülerin versucht mit allen Mitteln, ihr den Erfolg streitig zu machen.
Claudia Schmitt von der Firma Beta-Film, die den Weltvertrieb des Films übernommen hat, Katrin Hoffmann, die Leiterin des Kinderfilmfests/Filmfest München sowie Mareen Linnartz,stellvertretende Redaktionsleiterin der Süddeutschen Zeitung/SZ-Familie, die den mit 1000.- Euro dotierten Publikumspreis sponserte, freuten sich gemeinsam über diese Auszeichnung.
https://www.filmfest-muenchen.de