„100% Coco“ gewinnt Publikumspreis

Beim Kinderfilmfest/Filmfest München gewann der niederländische Film „100% Coco“ von Tessa Schram den Publikumspreis 2018. Erzählt wird die Geschichte der 13-jährigen Coco, die bereits einen eigenen ausgefallenen Modestil entwickelt hat. In ihrer neuen Schule kommt sie damit jedoch nicht gut an. Während sie sich nach außen hin anpasst, stellt sie im Internet im Rahmen eines Modewettbewerbs ihre ausgefallenen Kollektionen vor, wobei sie ihre wahre Identität hinter einer Tigermaske verbirgt. Als Style Tiger wird sie berühmt, doch eine fiese Mitschülerin versucht mit allen Mitteln, ihr den Erfolg streitig zu machen.
Claudia Schmitt von der Firma Beta-Film, die den Weltvertrieb des Films übernommen hat, Katrin Hoffmann, die Leiterin des Kinderfilmfests/Filmfest München sowie Mareen Linnartz,stellvertretende Redaktionsleiterin der Süddeutschen Zeitung/SZ-Familie, die den mit 1000.- Euro dotierten Publikumspreis sponserte, freuten sich gemeinsam über diese Auszeichnung.
https://www.filmfest-muenchen.de

Bundes.Festival.Film. in Hildesheim

Erstmals in Hildesheim wurden im Thega Filmpalast insgesamt 30 Preise (10 Hauptpreise, 20 Auszeichnungen) in den Wettbewerben „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ vergeben. Im Rahmen des Bundes.Festival.Film. fanden damit die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe ihren glanzvollen Höhepunkt vor beeindruckender Kino-Kulisse. Die Veranstaltung für jüngere und ältere Filmemacher gehört zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.
Das Besondere am Bundes.Festival.Film. ist die Verbindung von jugendlichen Filmteams mit Filmemacherinnen und Filmemachern, die über 50 Jahre alt sind. Insbesondere im Wettbewerb „Deutscher Generationenfilmpreis“ arbeiten Teams generationenübergreifend zusammen an Themen, die für beide Altersgruppen von Relevanz sind. Die eingereichten Filme bilden regelmäßig die ganze Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen ab. Während des dreitägigen Festivals wurden in Hildesheim nun die besten 38 aus fast 900 eingereichten Filmen dieses Jahrgangs geehrt. Die insgesamt mehr als 500 Festivalgäste zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und der Ernsthaftigkeit der Themen, die von Filmemacher im Alter zwischen 7 und 70 Jahren vorgelegt wurden. Neben den 30 Jurypreisen waren die Festivalgäste aufgerufen, ihren Favoriten aus allen Filmbeiträgen des Veranstaltungswochenendes zu wählen und einen Publikumspreis zu vergeben. Die Wahl fiel auf: „Das Abendmahl“ von Harald und Steven Takke aus Frankfurt a.M. Weitere Preisträger siehe unter:
http://www.bundesfestival.de

Fünf Jahre „Der besondere Kinderfilm“

Seit fünf Jahren engagiert sich die Initiative „Der besondere Kinderfilm“ in einem Zusammenschluss aus mittlerweile 26 Partnern der Filmwirtschaft, Politik, Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern für mehr originäre Kinderfilme im Kino und TV. Seitdem wurden 321 Projekte eingereicht, darunter allein 108 im ersten Jahrgang, 33 Drehbücher geförderte, drei Filme fertiggestellt, zwei Filme befinden sich in der Postproduktion und vier in Vorbereitung. Über 44 Preise konnten die Filme bislang mit nach Hause nehmen, darüber hinaus wurde an zwei Filme das Prädikat „Besonders wertvoll“ verliehen. Im Winter 2018 bzw. Anfang 2019 kommen mit „Invisible Sue“ unter der Regie von Markus Dietrich und „Unheimlich perfekte Freunde“ des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller zwei neue Produktionen hinzu.
Die Kinderfilminitiative hat jetzt beschlossen, die kommende Ausschreibung auch auf Dokumentarfilme auszuweiten, um die Vielfalt in den Erzählweisen und Themen zu garantieren.
http://www.der-besondere-kinderfilm.de

Besucherrekord beim Goldenen Spatz

Mit einem Besucherrekord von 19.000 Gästen und 22 ausverkauften Filmvorführungen fand das 26. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz in Erfurt mit der Verleihung der Preisträger seinen glanzvollen Abschluss. Der Goldene Spatz in der Kategorie Kino-/Fernsehfilm, verbunden mit dem Sonderpreis des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, ging an den Film „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft (Deutschland/Österreich 2017) unter der Regie von Tim Trageser. Als Beste Darstellerin wurde Karoline Herfurth in ihrer Rolle in „Die kleine Hexe“ (Regie: Michael Schaerer) ausgezeichnet.
Der erstmals vergebene Publikumspreis für den besten Jugendfilm ging an den Film „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume nach dem gleichnamigen Buch von Dietrich Garstka. Weitere Preisträger siehe unter:
http://www.goldenerspatz.de

„Wallay“ gewinnt EFA Young Audience Award 2018

In einer wahrhaft europäischen Wahl hat am 6. Mai eine Kinderjury mit mehr als 2.000 Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren in 43 Städten quer durch Europa über den besten europäischen Kinderfilm abgestimmt. Der Gewinner des Europäischen Kinderfilmpreises ist „Wallay“ von Regisseur Berni Goldblat, eine Koproduktion zwischen Frankreich, Burkina-Faso und Katar. Dieser Film siegte nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen vor „Girl in Flight“ von Sandra Vannucchi. „Wallay“ handelt vom 13-jährigen in Paris lebenden Ady, der zu seinem Onkel nach Burkina-Faso geschickt wird. Hier soll er mehr über Respekt und seine Wurzeln lernen. Es geht um Identität, Heimat und Zugehörigkeit. Der Regisseur Berni Goldblat konnte den Preis am Abend des 6. Mai nicht persönlich entgegennehmen, war aber live per Videokonferenz in Erfurt zugeschaltet. Auch die nationalen Ergebnisse aller Städte wurden live per Videokonferenz bekannt gegeben. Ausstrahlungsort der Preisverleihung war Erfurt mit dem GOLDENEN SPATZ als Mitveranstalter.
http://yaa.europeanfilmawards.eu/

BJF-Jahrestagung 2018: Kult. Filmarbeit erfolgreich

Aktuelle Kinder- und Jugendfilme, Präsentationen und Referate, Workshops und der Austausch von Erfahrungen, wie sich kulturelle Filmarbeit im digitalen Zeitalter erfolgreich gestalten lässt, standen auf dem Programm der Jahrestagung des BJF, die vom 20. bis 22. April 2018 in Wiesbaden-Naurod stattfand. Die Tagung richtete sich gleichermaßen an Fachkräfte der Jugend- und Kulturarbeit, Lehrer*innen und filminteressierte Jugendliche.
In einem Impulsreferat machte Prof. Dr. Horst Niesyto deutlich, dass sich in den vergangenen 30 Jahren in der nichtgewerblichen Filmarbeit keineswegs alles verändert hat, durch die Digitalisierung aber neue Herausforderungen hinzugekommen sind wie etwa der Schutz der eigenen Rechte im Internet. Das seinerzeit noch geforderte Aktivieren produktiver Formen der Filmarbeit, in denen Jugendliche ihre eigenen Filme herstellen, wichtige Erfahrungen machen und Erfolgserlebnisse sammeln können, ist inzwischen fast schon zum „Normalfall“ geworden. Unverändert von großer Bedeutung bleibt allerdings die rezeptive Filmarbeit mit einem wahrnehmungs- und subjektorientierten Ansatz, bei der junge Menschen an Filme herangeführt werden und sich mit ihnen aktiv und kommunikativ auseinandersetzen, je nach Alter eher spielerisch-kreativ oder sprachlich. Soziokulturelle Bezüge und direkte Partizipation, etwa in der Einbindung der Jugendlichen bereits bei der Filmauswahl, sollten heute selbstverständlich sein. Im Unterschied zu vielen Produkten der kommerziell ausgerichteten Filmindustrie machten die Mitglieder des BJF die Erfahrung, dass das junge Publikum auch Filme mit ernsten Themen sehen will, vorausgesetzt, sie haben mit der Lebensrealität von Jugendlichen zu tun, sind aus ihrer Perspektive erzählt und stellen nach Möglichkeit auch Handlungsentwürfe bereit.

Im Bild Jugendliche der FBW Jugend-Filmjury Oberhausen im Gespräch mit Regisseur Alain Gsponer über seinen Film „Jugend ohne Gott“.

 

 

 

 

Der BJF hat frühzeitig die Weichen gestellt, um den alten und neuen Herausforderungen gewachsen zu sein, etwa mit der Clubfilmothek, die neben Filmen zu den besonders gewünschten Themen über aktuelle Familienmodelle, Selbsterfahrung, Religion und (geschlechtliche) Identität verstärkt auch Kurzfilme mit niedrigschwelligen Zugängen und für junge Menschen mit Migrationshintergrund im Angebot hat. Mit erweiterten Lizenzen, dem auf der Tagung als Beta-Version vorgestellten neuen BJF-Online-Filmportal sowie überarbeiteten Verleihkonditionen auf einer sicheren Rechtsgrundlage wurden wesentliche Ausgangsbedingungen für eine erfolgreiche Filmarbeit geschaffen. In mehreren Workshops stellten die eingeladenen Jugendlichen partizipative Projekte vor und entwickelten einen Filmkritik-Kanal auf YouTube.
http://www.bjf.info/news/?id=484&p=0
http://www.bjf.info/veranstaltungen/jahrestagung

„Amelie rennt“ gewinnt Deutschen Filmpreis 2018

Der von Philipp Budweg, Thomas Blieninger und Martin Rattini produzierte Film „Amelie rennt“ unter der Regie von Tobias Wiemann erhielt den Deutschen Filmpreis 2018 in der Kategorie „Kinderfilm“ und konnte sich damit gegen seinen härtesten Konkurrenten „Die kleine Hexe“ durchsetzen. In diesem auf Festivals bereits mehrfach ausgezeichneten Film steht ein an Asthma erkranktes Mädchen im Mittelpunkt, das in den Südtiroler Bergen förmlich über sich selbst hinauswächst.
In den anderen Kategorien war der Film „3 Tage in Quiberon“ von Emily Atef der große Gewinner, der mit allein 7 Lolas abräumte, darunter neben den Preisen für die besten Haupt- und Nebendarsteller und für die Regie der Hauptpreis als Bester Film (Silber-Lola für „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin, Bronze-Lola für „Western“ von Valeska Grisebach). Insgesamt standen Preisgelder der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Gesamthöhe von knapp 3 Mio. Euro zur Vergabe, wobei die Mitglieder der Deutschen Filmakademie über die Preise entschieden.
http://www.deutscher-filmpreis.de

Kinostart des französisch-algerischen Spielfilms „Timgad“

Das Evangelische Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) startet den auch in der Produktion geförderten französisch-algerischen Spielfilm „Timgad“ von Fabrice Benchaouche in Eigenregie am 3. Mai 2018, nachdem sich kein größerer Verleih fand, der den sehr gut ins Vor- und Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft passenden Film übernehmen wollte.
In dem kleinen algerischen Ort Timgad, berühmt durch seine römischen Ruinen, werden in einer Nacht elf Jungen und ein Mädchen geboren. Zehn Jahre später gründet der Dorfschullehrer mit den elf Jungen seiner Klasse eine Fußballmannschaft. Sein Ziel ist es, seine Mannschaft für ein Turnier in Marseille zu qualifizieren. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg und es gilt viele Stolpersteine zu überwinden, die nicht alle nur mit Fußball zu tun haben. Der Film beginnt märchenhaft – doch im Hintergrund schwingt auch die Tragik des algerischen Bürgerkriegs mit, die jedoch nicht unmittelbar thematisiert wird.
Als DVD steht der Film demnächst auch für die Bildungsarbeit zur Verfügung, mit Begleitmaterialien, die von Holger Twele erstellt wurden.
http://www.ezef.de

Deutschlands Filmszene trifft sich in Hildesheim

Vom 22. bis 24. Juni 2018 gastiert das Bundes.Festival.Film. im Thega Filmpalast in Hildesheim. 400 Gäste werden aus ganz Deutschland erwartet. Das einzigartige, generationenübergreifende Nachwuchs-Filmfestival findet damit erstmals in Niedersachsen statt. Es markiert den feierlichen Abschluss und Höhepunkt der beiden Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Während der Festivaltage in Hildesheim werden die Preisträgerinnen und Preisträger gekürt. Über 880 Einreichungen gab es in diesem Jahr bei den Filmwettbewerben. Die besten Arbeiten wurden für das Bundes.Festival.Film. nominiert, das sich als Plattform für überraschende Filmideen, spannende Erzählweisen und authentische Protagonistinnen und Protagonisten versteht. Das Besondere an der Veranstaltung ist ihr generationenübergreifender Ansatz. Hier treffen sich junge und ältere Filmemacherinnen und Filmemacher, um ihre Arbeiten zu diskutieren. Auf diese Weise fördert das Festival die Gemeinschaft zwischen verschiedenen Generationen. Es entsteht eine Plattform des non-formalen und informellen Lernens in Gruppen von Menschen mit gleichen Interessenlagen. Die Themen, die in den hier vorgelegten Arbeiten sichtbar werden, schaffen Verständigung und Verständnis zwischen „Jung“ und „Alt“.
http://www.bundesfestival.de

Ausschreibung zum Dt. Menschenrechts-Filmpreis

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird seit 1998 anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte verliehen. Im zweijährigen Rhythmus zeichnet er herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die sich allen Menschenrechtsthemen annehmen. Zugleich würdigt der Preis das Engagement von Filmemacher*innen. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein Regie-Preis. In sechs Kategorien wird jeweils eine Preisträgerin bzw. ein Preisträger geehrt. Zugelassen sind Filme in deutscher Sprache oder deutsch untertitelt (oder ohne Dialog) aller Genres. Die Filme müssen nach dem 31.12.2015 fertiggestellt worden sein. Für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis gelten aktuell folgende Kategorien: Profi Langfilm – Profi Kurzfilm – Profi Magazinbeitrag – Hochschule – Amateure – Bildungspreis. Einsendeschluss ist der 24.08.2018. Die Preisträger werden am 25.10.2018 bekanntgegeben, die Preisverleihung in Nürnberg findet am 8. Dezember 2018 statt.
http://www.menschenrechts-filmpreis.de