Preisträger LUCAS-Festival 2019

Beim 42. LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans, Deutschlands ältestem Filmfestival für junges Publikum, wurden die folgenden Filme ausgezeichnet. Der Preis für den besten Langfilm in der Sektion 8+ ging an „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ (NL/DE 2019, R: Steven Wouterlood), der auch von der ECFA-Jury ausgezeichnet wurde. Im Nordseeurlaub trifft der grüblerische zehnjährige Sam auf Tess, ein etwas seltsames Mädchen mit einem verrückten Plan, für den sie Sams Hilfe benötigt: Sie möchte ihren Vater kennenlernen, der Urlaub auf der Insel macht und nichts von seiner Tochter weiß.
In der Sektion 13+ gewann „Giant Little Ones (CA 2018. R: Keith Behrman). Es ist Frankys 17. Geburtstag: Sturmfrei, Party mit all seinen Freunden und Priscilla, seine Freundin, kann kaum die Finger von ihm lassen: Franky ist auf Wolke sieben. Doch dann wacht er ausgerechnet neben seinem besten Freund Ballas auf und auf einen Schlag steht Frankys Welt Kopf.
In der Sektion 16+ /Youngsters machte der Film „Les Météorites“ FR 2018. R: Romain Laguna) das Rennen. Nach einem ereignislosen Ferientag beobachtet Nina einen Meteoriten. Als sie tags darauf Morad auf seinem Moped sitzen sieht, ist das kosmische Zeichen klar: die erste Liebe. Mit all ihrem Temperament stürzt sie sich in dieses Abenteuer. Ein Film mit der Energie eines Sommergewitters.
Der Publikumspreis ging an „Die Wayang-Kinder“ (SG 2018. R: Raymond Tan). Open und seine Freundin Bao Er sind Teil einer Wayang-Gruppe in Singapur, die für die Aufführung einer chinesischen Oper üben. Open ist in sich und seine Welt gekehrt. Sich zu verständigen, fällt ihm schwer. Wie soll es da ausgerechnet mit der Hauptrolle klappen? Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
https://www.lucas-filmfestival.de

Die Wahl zum EFA Publikumspreis beginnt

Jedes Jahr können die Filmfans Europas mit dem EFA People’s Choice Award ihren Lieblingsfilm wählen. Hier stehen die Menschen im Rampenlicht, für die die Filme gemacht werden: die Zuschauer. Die diesjährige Abstimmung hat begonnen – und wer teilnimmt, bekommt auch wieder die Chance, gemeinsam mit Preisträgern und Nominierten bei der Verleihung live dabei zu sein!
Filmfans können bis zum 31. Oktober ihre Stimme auf der offiziellen Website www.europeanfilmawards.eu abgeben und eine Reise zu den 32. European Film Awards am 7. Dezember in Berlin gewinnen!
Nominiert sind in diesem Jahr „Border“ von Ali Abbasi, „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ von Pawe? Pawlikowski, „Dogman“ von Matteo Garrone, „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ von David Yates, „Girl“ von Lukas Dhont, „Glücklich wie Lazzaro“ von Alice Rohrwacher, „Mamma mia! Here we go again“ von Ol Parker, „Leid und Herrlichkeit“ von Pedro Almodóvar, „Ein Becken voller Männer“ von Gilles Lelouche, „Der Brotverdiener“ von Anita Doron, „The Favourite“ von Yorgos Lanthimos und „Verachtung“ von Christopher Boe.
Der Gewinner des EFA Publikumspreises 2019 wird während der Verleihung der 32. European Film Awards am 7. Dezember in Berlin verkündet.
https://www.europeanfilmawards.eu

Jahresthema Deutscher Generationenfilmpreis

Was bewegt die Menschen, wie entstehen Protestbewegungen? Das neue Jahresthema des Deutschen Generationenfilmpreises gestattet es, zu gesellschaftlich wie persönlich bedeutsamen Ereignissen Stellung zu beziehen. „Auf den Straßen, in den Köpfen“ bietet Gelegenheit, sich mit Bürgerbewegungen auseinanderzusetzen. Diese hinterlassen Spuren und haben Nachwirkungen. Wie aber ist der Blick von unterschiedlichen Generationen, von Jugendlichen, Eltern und Großeltern, auf die jeweiligen Probleme und Herausforderungen? Wie konfrontativ oder zugewandt gehen sie miteinander um?
Anlass ist der Jahrestag des Mauerfalls vor 30 Jahren, gefragt ist aber auch der Blick auf aktuelle Proteste wie die „Fridays for Future“. Neben Filmen zum Jahresthema können auch wieder Beiträge zu eigenen Themen eingereicht werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verleiht Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2020. Die besten Beiträge werden beim 33. Bundes.Festival.Film. im Juni 2020 in Wuppertal präsentiert. Der Wettbewerb richtet sich an Filmfans der „Generation 50plus“, aber auch an Jugendliche, Studierende und Mehr-Generationen-Teams. Informationen und Teilnahmebedingungen:
https://www.deutscher-generationenfilmpreis.de

Hin und weg!

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland haben in den kommenden Monaten wieder die Möglichkeit, mit ihren eigenen Filmproduktionen am Deutschen Jugendfilmpreis teilzunehmen. Der Wettbewerb ist offen für alle Themen und Umsetzungsformen und vergibt Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro. Teilnehmen können kreative Filmschaffende bis 25 Jahre – egal ob in der Gruppe oder allein, als Freizeit- oder Schulprojekt.
Mit wechselnden Jahresthemen setzt der Wettbewerb Jahr für Jahr besondere inhaltliche Schwerpunkte. „Hin und weg“ lautet es bei der aktuellen Ausschreibung und widmet sich dem Fernweh und dem Reisefieber. Filme von Unterwegs erfreuen sich beim Publikum wie auch unter Filmschaffenden gerade großer Beliebtheit. „Schon bei den Einreichungen im letzten Wettbewerbsjahrgang haben wir bemerkt, dass sich hier ein Trend abzeichnet“, so Thomas Hartmann, Leiter des Wettbewerbs am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF). „Mit dem Jahresthema „Hin und weg“ greifen wir diesen Trend gezielt auf und schreiben den Jugendfilmpreis deshalb erstmals auch bereits mit den Sommerferien aus.“
Einsendeschluss für alle Einreichungen ist der 15. Januar 2020. Den Gewinner*innen winkt nicht nur ein Preisgeld von bis zu 1.000 Euro, sondern auch eine Reise zum 33. Bundes.Festival.Film. nach Wuppertal, wo die besten Produktionen vor Publikum präsentiert und ausgezeichnet werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb:
https://www.deutscher-jugendfilmpreis.de

Stipendien für künstlerischen Spiel- und Dokumentarfilm

Mit künftig vier Stipendien für Filmschaffende erweitert das Land Nordrhein-Westfalen die Förderung im Bereich künstlerischer Film: Ab diesem Jahr sind drei Stipendien zur Vorbereitung künstlerischer Spiel- oder Dokumentarfilmprojekte sowie ein Stipendium für die Entwicklung eines Projekts im Bereich künstlerischer Dokumentarfilm für Kinder oder Jugendliche ausgeschrieben. Jeweils 9.900 Euro unterstützen die Filmschaffenden bei den ersten Arbeitsschritten eines Projektes. Ziel ist es, in dieser frühen Phase Freiräume zur Entwicklung innovativer künstlerischer Entwürfe zu schaffen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.
Bereits bei ihrer Einrichtung im vergangenen Jahr stieß die Förderung auf große Resonanz und ist daher von zwei auf insgesamt vier Stipendien erweitert worden. Die sechsmonatige Förderung richtet sich an Filmschaffende mit unkonventionellen künstlerischen Ansätzen, die etwa neue Konzepte erproben und Genregrenzen hinterfragen. Die Vorbereitung und Recherche für ein neues Filmprojekt kann genauso Gegenstand einer Bewerbung sein wie Fortbildungen bzw. das Erarbeiten innovativer filmischer Herangehensweisen. So lädt eines der Stipendien ausdrücklich dazu ein, Kinder oder Jugendliche als Zielgruppe dokumentarischer Erzählformen zu adressieren.
Die Vergabe der Stipendien wird vom Filmbüro NW in Kooperation mit dem doxs!-Festival der Duisburger Filmwoche organisiert. Bewerbungen können im Bereich Spiel- oder Dokumentarfilm bis 31. August 2019 und im Bereich Kinder- oder Jugenddokumentarfilm bis 18. September 2019 eingereicht werden. Zwei Fachjurys entscheiden über die Vergabe. Die Bekanntgaben der Stipendiatinnen bzw. Stipendiaten erfolgen im Herbst dieses Jahres.
https://filmbuero-nw.de/stipendium/

Publikumspreis Kinderfilmfest München 2019

Am letzten Tag des Kinderfilmfests im Rahmen von Filmfest München gab die neue Leiterin Katrin Miller den Kinderfilmfest-Publikumspreis bekannt. Wie schon das Maskottchen verrät, das sie in Händen hält, ging der Preis an den estländisch-lettischen Animationsfilm „Lotte und die verschwundenen Drachen“ von Janno Põldma und Heiki Ernits. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert und wird von SZ Familie gestiftet. Insgesamt acht aktuelle Langfilme des Kinderfilmfests, die jeweils zweimal öffentlich gezeigt wurden, standen für diesen Preis zur Auswahl, darunter auch der Eröffnungsfilm, die deutsche Produktion „Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo“ von Neele Leana Vollmar und die bereits in der Sektion Generation der diesjährigen Berlinale präsentierte niederländisch-deutsche Produktion „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ von Steven Wouterlood.
https://www.filmfest-muenchen.de

KIDS Regio Forum 2019

Am 27. und 28. Juni trafen sich in Weimar über 80 Vertreterinnen der europäischen Kinderfilmbranche und angrenzender Bereiche aus 24 Ländern zum 3. KIDS Regio Forum 2019. Als Ergebnis der Konferenz wurde die Weimarer Erklärung veröffentlicht, die eine vielfältige europäische Kinderfilmlandschaft proklamiert und einen besonderen Fokus auf Live-Action-Filme für Kinder legt. Die Teilnehmerinnen des 3. KIDS Regio Forums einigten sich auf die folgende 5-Punkte-Agenda: die Intensivierung von Forschung; den Ausbau von Kooperationen, Netzwerken und Lobbying; die Stärkung von (Co-)Entwicklung und (Co-)Produktionen; die Förderung von Vertriebs- und Marketingmaßnahmen sowie die Verbesserung der Filmbildung und des Zugangs.
Sie fordern die Umsetzung von Projekt 15+. Da 15 Prozent der Bevölkerung in Europa Kinder sind, sollten folgerichtig auch mindestens 15 Prozent des Fördervolumens, aller Ausstrahlungen sowie des Lehrplans an Filmhochschulen dem Kinderfilm gewidmet sein. Die Branchenexpertinnen plädieren dafür, Filmbildung als unverzichtbare Kernkompetenz an Schulen, Universitäten und in Weiterbildungsprogrammen zu verankern. Mit Blick auf die Bedeutung von Datenerhebungen und deren transparenter Bereitstellung fordern die Teilnehmerinnen regelmäßige Studien zur Entwicklung, Produktion, und Verbreitung von Kinderfilmen. Sie betonen die Wichtigkeit strategischer Infrastrukturen, die die Förderung von (Co-)Development und (Co-)Produktion miteinander verzahnen. Insbesondere sollen hier künftig vermehrt Weiterbildungsmaßnahmen einbezogen werden. Die Expertinnen verlangen, dass Marketingstrategien für Live-Action-Filme, die auch neue und experimentelle Maßnahmen beinhalten, bereits in der Entwicklungsphase gefördert werden. Um die Lobbyarbeit gegenüber politischen Entscheidungsträgerinnen zu verstärken, bekräftigt KIDS Regio, zukünftig noch stärkere strategische Partnerschaften mit der ECFA (European Children’s Film Association) und Verbündeten außerhalb der Kindermedienindustrie aufzubauen.
https://www.kids-regio.org

44 Filme – 44 Perspektiven

Vom 21. bis 23. Juni ist die Kulturstadt Hildesheim erneut Gastgeberin des Bundes.Festival.Film. Zur 32. Auflage des Filmfestivals für Filmschaffende aller Generationen werden etwa 500 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Bereits am Freitag (21.06., 14:00 Uhr) eröffnen Festivalleiter Thomas Hartmann vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und Dr. Volker Wortmann von der Stiftung Universität Hildesheim das Programm im Thega Filmpalast. Ab 14:30 Uhr läuft der erste Filmblock. Der Festivaltag endet gegen 22:30 Uhr. Am Samstag (22.06.) sind zwischen 9:30 Uhr und 18:30 Uhr in insgesamt vier Filmblöcken weitere Arbeiten von Filmemacherinnen und Filmemachern aller Generationen zu sehen.
Die 44 gezeigten Produktionen wurden von zwei Fachjurys aus 767 Einreichungen für das Festivalprogramm nominiert. Die Preisverleihung findet am Samstagabend ab 20:15 Uhr statt – ebenfalls im Thega Filmpalast. Überreicht werden die Preise durch Peter Joseph (Leiter des Referats „Jugend und Bildung“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie Dirk Schröder (Leiter Abteilung „Migration und Generationen“ im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung). Alle Film-Screenings sowie die drei Paneldiskussionen sind öffentlich und kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
https://www.bundesfestival.de

Preisträger Goldener Spatz 2019

Das 27. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz hat seinen 40. Geburtstag gebührend gefeiert und konnte in diesem Jahr 18.000 Besucher*innen verbuchen. Mit der Verleihung der Preise fand das Festival am Freitag, den 7. Juni seinen Höhepunkt. Den Preis im Bereich Langfilm gewann „TKKG“ (Deutschland 2019, Produktion: Kundschafter Filmproduktion GmbH, Koproduktion: Delta Film GmbH, Warner Bros. Entertainment GmbH, Weltvertrieb: Beta Film GmbH, Verleih: Warner Bros. Pictures, Regie: Robert Thalheim, Buch: Robert Thalheim und Peer Klehmet). Der GOLDENE SPATZ für den besten Langfilm ist mit dem 1.500 Euro dotierten Sonderpreis des Thüringer Ministerpräsidenten verbunden, der somit an den Regisseur Robert Thalheim geht. Hauptdarsteller Ilyes Moutaoukkil in der Rolle von Tim im gleichen Film erhielt den Preis für den besten Darsteller. Der Preis für den besten Kurzfilm ging an „Räuber Ratte“ (Großbritannien/Südafrika/Deutschland 2017/2018, Sender: BBC, ZDF, Regie: Jeroen Jaspaert, Buch: Jeroen Jaspaert, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler. Den Preis des MDR Rundfunkrates für das beste Drehbuch erhielt Laura van Dijk für „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ (Niederlande/Deutschland2018/2019, Regie: Steven Wouterlood, Buch: Laura van Dijk, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Anna Woltz). Weitere Preisträger siehe Website des Festivals.
https://www.goldenerspatz.de

Kinder brauchen Geschichten!

Jetzt Stipendiatin werden an der Akademie für Kindermedien 2019/2020. Bewerbungen möglich bis zum 23. August 2019. Autor*innen für Film, Fernsehen, Literatur und Theater, Kreative aus den Bereichen Games und Virtual Reality sowie Designer von Spielzeug und Konsumgütern können sich mit einer Projektidee für Zielgruppen zwischen 6 und 13 Jahren in den Bereichen Buch, Story World und Film an der Akademie für Kindermedien bewerben. Dieses Stipendiatenprogramm ermöglicht Kreativen, eigene Ideen bis zur Marktreife zu entwickeln und trägt dazu bei, dem jungen Publikum qualitativ hochwertige Stoffe auf verschiedenen Plattformen zugänglich zu machen. Zum Abschluss des Akademiejahrgangs 2019/2020 wird ein herausragendes Projekt mit dem Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Höhe von 15.000 Euro ausgezeichnet. Zudem wird der mit 2.500 Euro dotierte Magellan-Preis verliehen.
Pro Jahr durchlaufen zwölf Stipendiat*innen dieses einzigartige Programm, aus dem bereits zahlreiche Filme, Bücher und Serien für das junge Publikum hervorgegangen sind und das ein inzwischen mehr als 200 Kreative umfassendes, produktives Alumni-Netzwerk aufgebaut hat. Im Zentrum der Akademie für Kindermedien steht die Arbeit am eigenen Projekt in den Bereichen Buch, Story World und Film. Begleitet wird die Stoffentwicklung von einem Team aus erfahrenen Mentor*innen und Co-Mentor*innen. Eine wesentliche Bedeutung haben neben dem Vorantreiben des eigenen Projekts die Kooperationen mit den Partnern der Akademie. Die Stipendiatinnen entwickeln mit Redakteurinnen vom ZDF Ideen für bestehende TV-Serien oder neue Kinderbuch-Konzepte mit Lektorinnen des Magellan Verlags. Für das Kooperationsprojekt mit dem KiKA kann mit der Bewerbung erstmals zusätzlich eine Ideenskizze für ein serielles Format für Kinder ab 8 Jahren eingereicht werden für das Thema Autismus/Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Weitere Informationen siehe:
http://www.akademie-kindermedien.de/bewerbung