Die BJF-Clubfilmothek geht online

Seit fast 50 Jahren bietet der Filmverleih Clubfilmothek des Bundesverbandes Jugend und Film e.V. (BJF) qualitativ hochwertige Filme für Kinder und Jugendliche an, die in Jugendarbeit und Schule nichtgewerblich öffentlich vorgeführt werden können. Mittlerweile umfasst das Repertoire rund 500 Filme, meist Spielfilme, aber auch Kurz-, Dokumentar- und Animationsfilme. Bis in die 1990er-Jahre hinein gab es die Filme als 16mm-Zelluloidkopien, später wurden DVDs und Blu-ray-Discs genutzt. Nun beginnt ein neues Zeitalter für diesen einzigartigen nichtkommerziellen Filmverleih für die Jugend- und Bildungsarbeit in Deutschland: Mit einer Starthilfe der Stiftung Deutsche Jugendmarke und mehr als 100 Filmen startete der BJF am 25. September 2018 sein neues Online-Filmportal.
https://bjf.clubfilmothek.de/filme.php?krit=o

Neuer Durchblick-Titel erschienen: „Blanka“

Der Bundesverband Jugend und Film e.V. hat in seiner bewährten Durchblick-Reihe den Film „Blanka“ als Kauf-DVD und im Verleih der Clubfilmothek herausgebracht. Wie alle Filme der Reihe ist auch dieser Film mit umfangreichen Begleitmaterialien versehen (Autor: Holger Twele). Der als italienisch-japanisch-philippinische Koproduktion entstandene Film des japanischen Regisseurs Kohki Hasei, der auf zahlreichen Festivals viele Preise gewonnen hat und vom BJF ab 8 Jahren empfohlen wird, handelt von einem auf der Straße lebenden Mädchen in der philippinischen Hauptstadt Manila, der es durch die Freundschaft zu einem alten blinden Straßenmusiker gelingt, ihren Wunsch nach Geborgenheit zu realisieren – aber auf andere Weise, als man normalerweise erwarten würde. Und genau das hebt den auch filmästhetisch sehr gelungenen Film neben den beiden sympathischen Hauptdarstellern von vergleichbaren Produktionen ab und macht ihn für den Einsatz in der filmkulturellen Bildungsarbeit besonders interessant.
http://clubfilmothek.bjf.info/filme.htm?id=293062

Deutscher Jugendfilmpreis 2019

Ab sofort können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wieder am Deutschen Jugendfilmpreis beteiligen. Der Wettbewerb ist offen für alle Themen und Umsetzungsformen. Mit dem Jahresthema „No body is perfect“ setzt er aber auch inhaltlich Akzente. Mehr denn je unterstützen uns technologische Innovationen darin, all unsere Lebensbereiche zu optimieren. Nur, ist der Drang nach Perfektion tatsächlich so erstrebenswert? Mit dem Jahresthema „No body ist perfect“ möchte der Deutsche Jugendfilmpreis zur kreativen Auseinandersetzung mit falschen Schönheitsidealen, zweifelhaften Trends wie Body-Shaming oder auch Vorurteilen gegenüber jeglicher Form von körperlicher Behinderung anregen.
Mitmachen können alle Filmbegeisterten bis einschließlich 25 Jahre. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2019. Insgesamt werden Preise im Wert von 12.000 Euro vergeben. Außerdem winkt den Gewinnerinnen und Gewinnern eine Reise zum Bundes.Festival.Film. nach Hildesheim, wo die besten Produktionen vor Publikum präsentiert und ausgezeichnet werden. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) veranstaltet. Alle Informationen zur Teilnahme gibt es auf der Website des Wettbewerbs.
http://www.deutscher-jugendfilmpreis.de

Deutscher Generationenfilmpreis 2019

Start frei für den Deutschen Generationenfilmpreis 2019: das Forum für Filmkultur, aktuelle Themen und Zeitzeugen-Geschichten. Gefragt sind alle Genres und Umsetzungsformen. Das zusätzliche Jahresthema „Filmarchiv reloaded – Neuer Blick auf alte Bilder“ regt dazu an, alte Aufnahmen neu zu entdecken und bietet Raum für kreative Projekte und zur Neuinterpretation von früheren Film- und Fotoaufnahmen: das eigene Archiv als Inspiration, radikale Rückschau oder experimentelle Bearbeitung historischer Vorlagen auf Super-8 und Video. Ebenso möglich sind künstlerische Filmcollagen von archivierten Szenen neueren Datums.
Der Wettbewerb richtet sich an alle bis 25 Jahre und Filmfans der Generation „50plus“. Bis zum 15. Januar 2019 können sie ihre neuen Filmproduktionen einreichen. Auf die besten Beiträge warten Preise im Gesamtwert von 8.000 Euro, bereitgestellt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Initiator und Veranstalter des Bundeswettbewerbs ist das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF). Auf seiner Website bietet der Wettbewerb Tipps für neue Filme und eine umfangreiche Darstellung der bisherigen Preisträger-Arbeiten.
http://www.deutscher-generationenfilmpreis.de

Konferenz „Zukunft Kinderfilm“ in Weimar

Auf Initiative des Kuratoriums junger deutscher Film haben sich am 6. und 7. September 2018 in Weimar über 200 Vertreter*innen der Kinderfilmbranche eingefunden, um in interaktiven Workshops neue Strategien für mehr Vielfalt, Wertschätzung und Sichtbarkeit für den deutschen Kinderfilm zu erarbeiten und dessen Erfolgschancen zu verbessern.
Mit jährlich mehr als 20 Kinostarts hat sich der deutsche Kinderfilm mittlerweile zu einer starken Wirtschaftskraft entwickelt, der nicht mehr nur als Randphänomen zu betrachten ist, sondern den es als eigenständiges Genre und Kulturgut ernst zu nehmen und wertzuschätzen gilt. Durch eine Vielfalt von weiteren Maßnahmen sollen zukünftig das Image, die Sichtbarkeit sowie die Wertschätzung des Kinderfilms deutlich aufgebessert und die Zielgruppe effektiver erreicht werden. Notwendig sei es beispielsweise, die derzeitigen FSK Altersfreigaben stärker zu differenzieren. Der Zugang zu Kinderfilmen soll zukünftig erleichtert werden, etwa durch die Einführung und Stärkung von Filmclubs, durch feste Sendeplätze für Kinderfilme im Hauptprogramm verschiedener Sender, Kinomagazine mit Tipps von der Zielgruppe selbst, Event- und Familientage in Kinos oder aber das im Rahmen der Konferenz vorgestellte neue ‘Kinder und Jugend Filmportal‘.
Als ein weiterer Aspekt der Konferenz wurde deutlich, dass der Austausch mit der Zielgruppe selbst verbessert werden muss. Ein konkreter Vorschlag ist, die junge Zielgruppe als Experten künftig aktiv in den Entstehungsprozess von Filmen mit einzubeziehen, angefangen von der Stoffentwicklung bis hin zur Vermarktung. Auch wolle man Kinder- und Jugendjurys wie die beim Kongress vertretene FBW-Jugend Filmjury in Gremien Gehör verschaffen. Generell solle die Präsenz des Themas ‘Kinderfilm’ in Gremien und Politik intensiviert werden, um Bekanntheit und Sensibilität zu schaffen.
Mit der Zielgruppe von Beginn an in Kontakt zu sein, ist auch für die Vermarktung der Filme unerlässlich. Um dies umsetzen zu können, braucht es separate Marketingbudgets und Fördertöpfe, die es ermöglichen, die Verwertung eines Filmes so früh wie möglich mitzudenken und zu unterstützen. Erforderlich sei ein Budget in Höhe von mindestens 25 Prozent der Herstellungskosten. Darüber hinaus sei es wichtig, den Bereich Kinderfilm an Hochschulen zu etablieren und zur Vertiefung anzubieten.
http://www.zukunft-kinderfilm.de

Start zur Wahl für den EFA Publikumspreis 2018

Jedes Jahr lädt die European Film Academy (EFA) Kinofans aus ganz Europa ein, ihren Lieblingsfilm zu wählen. Während die EFA-Mitglieder über die Preise in den Kategorien Film, Regie, Schauspiel usw. abstimmen, stehen beim Publikumspreis die Menschen im Rampenlicht, für die die Filme gemacht werden: die Zuschauer. Die Wahl für dieses Jahr hat begonnen – und damit auch die Chance für alle Teilnehmenden, zusammen mit den Gewinnern und Nominierten bei der Preisverleihung in Sevilla live dabei zu sein! Bis zum 31. Oktober können Filmfans ihre Stimme auf der Homepage www.europeanfilmawards.eu abgeben, um aus den folgenden neun Nominierungen einen Favoriten zu bestimmen.
BORG/McENROE (Schweden, Dänemark, Finnland, Tschechien; Regie: Janus Metz)
DAS LEBEN IST EIN FEST (Frankreich; Regie: Eric Toledano & Olivier Nakache)
CALL ME BY YOUR NAME (Italien, Frankreich; Regie: Luca Guadagnino)
DIE DUNKELSTE STUNDE (Großbritannien; Regie: Joe Wright)
DUNKIRK (Großbritannien, Niederlande, Frankreich, USA; Regie: Christopher Nolan)
AUS DEM NICHTS (Deutschland; Regie: Fatih Akin)
THE DEATH OF STALIN (Frankreich, Großbritannien, Belgien; Regie: Armando Iannucci)
VALERIAN – DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN (Frankreich; Regie: Luc Besson)
VICTORIA & ABDUL (Großbritannien; Regie: Stephen Frears)
Der Gewinner des EFA Publikumspreises 2018 wird während der Verleihung des 31. Europäischen Filmpreises am 15. Dezember in Sevilla verkündet.
http://www.europeanfilmawards.eu

„100% Coco“ gewinnt Publikumspreis

Beim Kinderfilmfest/Filmfest München gewann der niederländische Film „100% Coco“ von Tessa Schram den Publikumspreis 2018. Erzählt wird die Geschichte der 13-jährigen Coco, die bereits einen eigenen ausgefallenen Modestil entwickelt hat. In ihrer neuen Schule kommt sie damit jedoch nicht gut an. Während sie sich nach außen hin anpasst, stellt sie im Internet im Rahmen eines Modewettbewerbs ihre ausgefallenen Kollektionen vor, wobei sie ihre wahre Identität hinter einer Tigermaske verbirgt. Als Style Tiger wird sie berühmt, doch eine fiese Mitschülerin versucht mit allen Mitteln, ihr den Erfolg streitig zu machen.
Claudia Schmitt von der Firma Beta-Film, die den Weltvertrieb des Films übernommen hat, Katrin Hoffmann, die Leiterin des Kinderfilmfests/Filmfest München sowie Mareen Linnartz,stellvertretende Redaktionsleiterin der Süddeutschen Zeitung/SZ-Familie, die den mit 1000.- Euro dotierten Publikumspreis sponserte, freuten sich gemeinsam über diese Auszeichnung.
https://www.filmfest-muenchen.de

Bundes.Festival.Film. in Hildesheim

Erstmals in Hildesheim wurden im Thega Filmpalast insgesamt 30 Preise (10 Hauptpreise, 20 Auszeichnungen) in den Wettbewerben „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ vergeben. Im Rahmen des Bundes.Festival.Film. fanden damit die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe ihren glanzvollen Höhepunkt vor beeindruckender Kino-Kulisse. Die Veranstaltung für jüngere und ältere Filmemacher gehört zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.
Das Besondere am Bundes.Festival.Film. ist die Verbindung von jugendlichen Filmteams mit Filmemacherinnen und Filmemachern, die über 50 Jahre alt sind. Insbesondere im Wettbewerb „Deutscher Generationenfilmpreis“ arbeiten Teams generationenübergreifend zusammen an Themen, die für beide Altersgruppen von Relevanz sind. Die eingereichten Filme bilden regelmäßig die ganze Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen ab. Während des dreitägigen Festivals wurden in Hildesheim nun die besten 38 aus fast 900 eingereichten Filmen dieses Jahrgangs geehrt. Die insgesamt mehr als 500 Festivalgäste zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und der Ernsthaftigkeit der Themen, die von Filmemacher im Alter zwischen 7 und 70 Jahren vorgelegt wurden. Neben den 30 Jurypreisen waren die Festivalgäste aufgerufen, ihren Favoriten aus allen Filmbeiträgen des Veranstaltungswochenendes zu wählen und einen Publikumspreis zu vergeben. Die Wahl fiel auf: „Das Abendmahl“ von Harald und Steven Takke aus Frankfurt a.M. Weitere Preisträger siehe unter:
http://www.bundesfestival.de

Fünf Jahre „Der besondere Kinderfilm“

Seit fünf Jahren engagiert sich die Initiative „Der besondere Kinderfilm“ in einem Zusammenschluss aus mittlerweile 26 Partnern der Filmwirtschaft, Politik, Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern für mehr originäre Kinderfilme im Kino und TV. Seitdem wurden 321 Projekte eingereicht, darunter allein 108 im ersten Jahrgang, 33 Drehbücher geförderte, drei Filme fertiggestellt, zwei Filme befinden sich in der Postproduktion und vier in Vorbereitung. Über 44 Preise konnten die Filme bislang mit nach Hause nehmen, darüber hinaus wurde an zwei Filme das Prädikat „Besonders wertvoll“ verliehen. Im Winter 2018 bzw. Anfang 2019 kommen mit „Invisible Sue“ unter der Regie von Markus Dietrich und „Unheimlich perfekte Freunde“ des Regisseurs Marcus H. Rosenmüller zwei neue Produktionen hinzu.
Die Kinderfilminitiative hat jetzt beschlossen, die kommende Ausschreibung auch auf Dokumentarfilme auszuweiten, um die Vielfalt in den Erzählweisen und Themen zu garantieren.
http://www.der-besondere-kinderfilm.de

Besucherrekord beim Goldenen Spatz

Mit einem Besucherrekord von 19.000 Gästen und 22 ausverkauften Filmvorführungen fand das 26. Deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz in Erfurt mit der Verleihung der Preisträger seinen glanzvollen Abschluss. Der Goldene Spatz in der Kategorie Kino-/Fernsehfilm, verbunden mit dem Sonderpreis des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, ging an den Film „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft (Deutschland/Österreich 2017) unter der Regie von Tim Trageser. Als Beste Darstellerin wurde Karoline Herfurth in ihrer Rolle in „Die kleine Hexe“ (Regie: Michael Schaerer) ausgezeichnet.
Der erstmals vergebene Publikumspreis für den besten Jugendfilm ging an den Film „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume nach dem gleichnamigen Buch von Dietrich Garstka. Weitere Preisträger siehe unter:
http://www.goldenerspatz.de